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Management von Anwendungsrisiken
So verwalten Sie Risiken in Ihren Anwendungen
Das Management von Anwendungsrisiken ist in der heutigen digitalen Umgebung entscheidend – und wird immer komplexer. Hier treffen schnelle Entwicklungsprozesse, Fortschritte im Bereich KI, komplexe regulatorische Standards, unzureichende Testressourcen und die ständige Bedrohung durch böswillige Akteure aufeinander.
Um Probleme und Sicherheitslücken in Anwendungen zu minimieren, müssen Unternehmen ihren Ansatz zur Identifizierung, Klassifizierung und Verwaltung von Risiken in Anwendungen stärken.
Was ist Anwendungsrisikomanagement?
Application Risk Management umfasst das Ermitteln von Assets und den sie betreffenden Schwachstellen sowie die regelmäßige Überwachung von Bedrohungen und die kontinuierliche Verbesserung, um die Sicherheit und Verfügbarkeit von Anwendungen zu gewährleisten.
Diese Funktion ist unverzichtbar. Um Anwendungsrisiken wirklich zu verstehen, müssen Unternehmen jedoch die Assets kennen, aus denen ihre Anwendungen bestehen. Dazu gehören alle verschiedenen Assets, die an der Entwicklung, Bereitstellung und Ausführung der Anwendung beteiligt sind – vom Quellcode über Abhängigkeiten und Images bis hin zu Services, Endpunkten, Hosts, mobilen Apps und Entwicklerteams. Wenn Sicherheitsteams den Zweck jeder Anwendung sowie die Art der darin gespeicherten und verwendeten Daten umfassend verstehen, können sie Risiken besser erkennen und jene priorisieren, die für das Unternehmen kritisch sind.
Warum ist das Management von Anwendungsrisiken wichtig?
Das Management von Anwendungsrisiken hilft Unternehmen, sich vor Angriffen zu schützen, die Produktivität zu steigern, die Geschäftskontinuität sicherzustellen, regulatorische Anforderungen einzuhalten und das Vertrauen von Partnern und Kunden zu stärken.
Schutz vor Cyberangriffen: Softwareanwendungen sind ein häufiger Einstiegspunkt für Angreifer, die Schwachstellen ausnutzen wollen, um sich unbefugten Zugang zu den Systemen und Daten eines Unternehmens zu verschaffen. Dies kann zu finanziellen Verlusten führen oder die Geschäftskontinuität beeinträchtigen. Mit Best Practices für das Management von Anwendungsrisiken können Unternehmen ihre Sicherheitslage proaktiv verbessern, indem sie Schwachstellen identifizieren und verwalten sowie Fehler beheben, bevor Angreifer zuschlagen können.
Geschäftskontinuität sicherstellen: Wenn eine Anwendung nicht mehr funktioniert oder von einem Angreifer kompromittiert wird, kann dies den Geschäftsbetrieb erheblich beeinträchtigen. Proaktive Risikomanagementverfahren sorgen dafür, dass Anwendungen ordnungsgemäß und zuverlässig funktionieren und der Geschäftsbetrieb wie gewohnt weiterlaufen kann.
Produktivität steigern: Ein risikobasiertes Schwachstellenmanagementprogramm (RBVM) hilft Unternehmen, die Behebung von Schwachstellen anhand ihres Kontexts zu priorisieren – einschließlich ihrer potenziellen Auswirkungen auf geschäftskritische Funktionen. So können Sicherheits- und Entwicklungsteams ihre Ressourcen gezielt einsetzen und begrenzte Mittel strategischer nutzen.
Regulatorische Anforderungen einhalten: Anwendungen verarbeiten große Datenmengen, die Vorschriften zum Schutz vertraulicher Informationen unterliegen können. Das Management von Anwendungsrisiken ermöglicht es Unternehmen, relevante Compliance-Standards zu verstehen und sicherzustellen, dass die Funktionen und Prozesse einer Anwendung diesen Standards entsprechen.
Vertrauen erhalten: Ein solides Management von Anwendungsrisiken verbessert den Datenschutz und die Anwendungsleistung – und stärkt so den Ruf eines Unternehmens.
So führen Sie eine Gap-Analyse für die Anwendungssicherheit durch
In diesem Leitfaden führen wir Sie durch die Schritte einer Gap-Analyse für die Anwendungssicherheit, mit der Sie die Transparenz über Ihre Assets, die AppSec-Abdeckung und die Priorisierung bewerten.
Phasen des Managements von Anwendungsrisiken
Die Bewertung von Anwendungsrisiken umfasst alles – von der Identifizierung der zu priorisierenden Assets über die Behebung risikosteigernder Probleme bis hin zur Einführung eines automatisierten Prozesses für die kontinuierliche, proaktive Überwachung von Anwendungen. Das Management von Anwendungsrisiken umfasst folgende Phasen:
1. Assets identifizieren
Ein Programm für das Management von Anwendungsrisiken beginnt mit einer verlässlichen Liste der Assets, für die ein AppSec-Team zuständig ist. Ein aktuelles Verzeichnis ist entscheidend, um die Angriffsfläche eines Unternehmens zu verstehen und Assets, ihren Standort in der Umgebung sowie ihre Funktion zu identifizieren. In komplexen Softwareumgebungen wird die Liste der Assets und zugehörigen Schwachstellen schnell unübersichtlich. Deshalb setzen viele Unternehmen auf einen Asset-zuerst-Ansatz: Die Teams berücksichtigen den Kontext, die Funktion und die Geschäftskritikalität jedes Assets, um Sicherheitsanforderungen zu priorisieren.
2. Zuständigkeiten festlegen
Klare Zuständigkeiten stärken die Verantwortlichkeit. Weisen Sie den relevanten Mitarbeitenden im gesamten Unternehmen eindeutige Zuständigkeiten für jedes Asset zu. Stellen Sie sicher, dass ihre Aufgaben bei der Überprüfung, Meldung und Verwaltung sowie der kontinuierlichen Risikobewertung des jeweiligen Assets klar definiert sind.
3. Compliance- und regulatorische Anforderungen ermitteln
Unternehmen müssen anhand des Standorts, der Branche und weiterer relevanter Faktoren im Zusammenhang mit der Anwendung und ihrer Funktionsweise ermitteln, welche Compliance- und regulatorischen Standards für sie gelten. Alle entsprechenden Anforderungen müssen in die Struktur eines Risikomanagement-Frameworks einfließen.
4. Nach Schwachstellen scannen
Gleichen Sie identifizierte Assets mit bekannten Bedrohungen und den zugehörigen regulatorischen Anforderungen ab, um eine umfassende Liste von Schwachstellen zu erstellen. Schwachstellen-Scanner wie Snyk Code sparen Zeit, indem sie diesen Prozess automatisieren.
5. Assets und Schwachstellen klassifizieren
Anschließend müssen Unternehmen die Bedeutung jedes Assets im Rahmen einer Anwendungsrisikobewertung analysieren. Dabei bewerten sie, wie stark eine Anwendung exponiert ist und welche potenziellen Auswirkungen eine Schwachstelle auf das Unternehmen insgesamt haben könnte. Die Teams erstellen ein Risikoprofil, um zu bestimmen, welche Schwachstellen priorisiert werden müssen und welches Risikoniveau für das Unternehmen akzeptabel ist.
Was ist ein Risikoprofil für Anwendungen?
Ein Risikoprofil für Anwendungen – oder eine Risikobewertung – hilft einem Unternehmen, die Wahrscheinlichkeit von Schwachstellen und deren mögliche Auswirkungen auf das Geschäft einzuschätzen. Es ist ein wichtiger Bestandteil eines RBVM-Programms. Damit können Sicherheits- und Engineering-Teams die Auswirkungen von Anwendungssicherheitsbedrohungen klassifizieren und einordnen und Gegenmaßnahmen priorisieren, die sich tatsächlich auf das Geschäft auswirken.
Unternehmen verwenden unterschiedliche Ansätze für die Risikobewertung, doch die effektivsten Systeme umfassen Folgendes:
Ein verlässliches Inventar aller Anwendungen im Geltungsbereich.
Ein gemeinsam vereinbartes System von Risikoklassifizierungen, das statische Merkmale der Anwendung (z. B. Ist sie aus dem Internet erreichbar?) und dynamische Merkmale (z. B. Nutzerzahl, Abhängigkeiten) berücksichtigt.
Ein fundiertes Verständnis des Risikoklassifizierungssystems im Bewertungsteam.
Branchenressourcen wie OWASP bieten Leitlinien und Beispielmethoden für die Erstellung von Risikobewertungen. Tools wie Snyk AppRisk helfen dabei, den Prozess der Risikobewertung im Rahmen eines umfassenden Risikomanagementprogramms zu verwalten und zu automatisieren.
6. Risiken melden, Schwachstellen beheben und Erfolge nachverfolgen
Sobald ein Unternehmen Probleme identifiziert und priorisiert hat, ist es an der Zeit, die Ergebnisse den wichtigsten Stakeholdern mitzuteilen und einen Plan für die geschäftskritischsten Maßnahmen zu erstellen. Ein zuverlässiges Tool für das Management von Anwendungsrisiken stellt Dashboards für wichtige Stakeholder oder Auditoren bereit. Diese Tools verfolgen außerdem den Fortschritt, während Teams verschiedene Schwachstellen beheben, und führen eine Liste der verbleibenden Risiken.
7. Automatisieren, wiederholen und verbessern
Das Management von Anwendungsrisiken ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der stark von Automatisierung profitiert. Nach der ersten Durchführung können Unternehmen erkennen, welche Schritte automatisiert oder wie die Abläufe insgesamt verbessert werden können.
Tools und Systeme für das Management von Anwendungsrisiken
Die verfügbaren Tools helfen dabei, Daten zu Schwachstellen zu erfassen, sie mit Informationen zur Umgebung eines Unternehmens abzugleichen und Prioritäten sowie Verbesserungen im Risikomanagement im Zeitverlauf nachzuverfolgen.
Threat Intelligence und Schwachstellendatenbanken
Threat Intelligence und Schwachstellendatenbanken kombinieren Informationen aus öffentlichen Quellen, Entwickler-Communities, Expertenforschung und KI. So erhalten Nutzer umfassende Einblicke in die neuesten Schwachstellen und Vorschläge zu deren Behebung.
Schwachstellen-Scanner
Schwachstellen-Scanner gleichen Informationen aus Schwachstellendatenbanken mit Details zur IT-Umgebung eines Unternehmens ab und suchen nach häufigen Fehlerarten, um bekannte Probleme und Cybersicherheitsbedrohungen zu identifizieren.
Web-Application-Scanner sind ein wesentlicher Bestandteil von Anwendungssicherheitstests. Je nach Art des Scans führen Tools zur Erkennung von Anwendungsschwachstellen statische Anwendungssicherheitstests (SAST), Software Composition Analysis (SCA) oder beides durch.
SAST analysiert den Quellcode in den frühen Phasen der Softwareentwicklung, um Sicherheitslücken zu finden. Dieses sogenannte White-Box-Testing findet sehr früh im Softwareentwicklungszyklus statt.
SCA scannt Open-Source-Abhängigkeiten auf Sicherheitslücken und ermöglicht es Entwicklungsteams, die Sicherheit aller verwendeten Open-Source-Komponenten nachzuverfolgen und zu analysieren. Ein kombinierter Ansatz für Schwachstellen-Scans ist am effektivsten, um Risiken in einer Anwendung zu minimieren.
Management der Anwendungssicherheitslage (ASPM)
ASPM ist ein Managementsystem, mit dem Unternehmen Sicherheitstools und -daten zusammenführen können, um Risiken ganzheitlich zu verwalten. ASPM-Tools wie Snyk AppRisk ermöglichen es Unternehmen, Assets und zugehörige Risiken nachzuverfolgen und zu verwalten, die teamübergreifende Zusammenarbeit zu fördern sowie Sicherheitsrichtlinien und -kontrollen mit einem einzigen Tool durchzusetzen.
Management von Anwendungsrisiken in Unternehmen mit Snyk
Die passenden Tools helfen Sicherheitsteams dabei, Prioritäten in einer umfangreichen Landschaft von Anwendungskomponenten zu überwachen und zu verwalten. Entwickler können damit von Anfang an sichere Anwendungen erstellen. Die Snyk-Plattform umfasst branchenführende Tools für das Management von Anwendungsrisiken:
Snyk AppRisk bietet AppSec-Teams einen umfassenden, proaktiven Ansatz für das skalierbare Management von Anwendungsrisiken. Mit AppRisk erhalten Teams Einblick in die Assets ihrer Anwendungsumgebung, implementieren Sicherheitskontrollen für diese Assets und priorisieren die Behebung von Schwachstellen anhand der Risiken für geschäftskritische Funktionen.
Mit Snyk Code können Entwickler Code während des Schreibens mit SAST absichern.
Snyk Open Source ist eine SCA-Lösung, die Entwicklern umfassende Tools für das Risikomanagement bei Open Source bietet.
Mit Snyk Container können Entwickler und DevOps-Teams Schwachstellen in Containern und Kubernetes finden und beheben, bevor Workloads in die Produktion gelangen.
Snyk Infrastructure as Code ermöglicht es Entwicklern, Anwendungen während des gesamten Softwareentwicklungszyklus und in laufenden Cloud-Umgebungen abzusichern.
Erfahren Sie mehr über den ganzheitlichen Ansatz von Snyk für das Management der Anwendungssicherheitslage – eine bessere Möglichkeit für moderne Unternehmen, Anwendungsrisiken zu verwalten.
Schützen Sie, was für Ihr Unternehmen am wichtigsten ist
Erfahren Sie, wie Snyk AppSec-Teams dabei unterstützt, mit Snyk AppRisk ASPM ein modernes AppSec-Programm aufzubauen, zu verwalten und zu skalieren