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Developer-first Supply-Chain-Sicherheit

Artikel von

19. September 2023

0 Min. Lesezeit

Da Entwickler zunehmend nach links verlagern, werden sie zu den ersten Verteidigern der Software-Supply-Chain. Sie beheben proaktiv Schwachstellen, optimieren die Codequalität und stärken die Sicherheitsmaßnahmen von Beginn des Entwicklungsprozesses an.

Developer-first Supply-Chain-Sicherheit soll das Risiko potenzieller Sicherheitsverletzungen minimieren, den Entwicklungsworkflow optimieren, die Zusammenarbeit fördern und eine Kultur der Wachsamkeit schaffen, die sich durch die gesamte Supply Chain zieht. So wird Sicherheit zur Gewohnheit statt zum nachträglichen Gedanken. Frühzeitige Maßnahmen im SDLC (Software Development Life Cycle) führen letztendlich zu agiler und widerstandsfähiger Software, die auch angesichts sich wandelnder Bedrohungen Bestand hat.


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Was ist die Software-Supply-Chain?

Die Software-Supply-Chain ähnelt der Supply Chain in der Fertigung. 

So wie in der physischen Supply Chain Rohstoffe, Arbeit und Prozesse zu einem fertigen Produkt zusammengeführt werden, vereint die Software-Supply-Chain Code-Ebenen, Entwicklungsarbeit sowie verschiedene Tools und Prozesse zu einem fertigen digitalen Produkt.

Nehmen wir als Beispiel eine Brownie-Backmischung. Ihre Zutaten stammen aus verschiedenen Quellen und gelangen in eine Produktionsstätte. Dort werden sie gemischt, portioniert, in Beutel gefüllt und in bedruckte Kartons verpackt. Anschließend gelangen die Kartons auf eine Palette, dann auf einen Lkw und schließlich in ein Geschäft in Ihrer Nähe! 

Bedenken Sie nun, dass jede Zutat und jeder Verarbeitungsschritt eine eigene Supply-Chain-Reise hinter sich hat, die Sie anhand des Zeitstempels auf dem Karton zurückverfolgen können. 

Diese praktische Dokumentation ist hilfreich, wenn später etwas schiefläuft – etwa wenn eine mangelhafte Charge „angereichertes Bleichmehl“ eine bestimmte Charge Brownie-Backmischungen ungenießbar zu machen droht. Dank der Dokumentation können Sie den genauen Zeitpunkt zurückverfolgen und gezielt die betroffene Charge zurückrufen, statt alle Produkte auszusortieren. Außerdem können Sie die Supply Chain weiterverfolgen und alle betroffenen Lebensmittelgeschäfte benachrichtigen.

Software-Supply-Chains funktionieren ähnlich. Der Code und die Komponenten einer Software durchlaufen jeweils ihre eigene Lieferkette und werden aus verschiedenen Quellen zu einem funktionsfähigen Produkt zusammengeführt – oder auch nur zu einer Zwischenkomponente, etwa einer weiteren Bibliothek, vergleichbar mit dem Mehl in der Backmischung. Code und Komponenten können aus folgenden Quellen stammen:

  • Open-Source-Bibliotheken

  • Container-Images

  • Ihr eigener, selbst entwickelter Quellcode

  • Intern entwickelte Bibliotheken 

  • APIs

  • Unternehmensweit verwendete Tools und Software

  • Git-Repositories

Wie bei der Backmischung kann jeder Schritt und jede Komponente in der Software-Supply-Chain die Leistung und Sicherheit des Endprodukts erheblich beeinflussen. Und genauso wie Sie den Weg der Backmischung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückverfolgen können müssen, ist auch Transparenz in der Software-Supply-Chain entscheidend, um Probleme zu erkennen und ein zuverlässiges Endprodukt sicherzustellen. Dafür gibt es mehrere Gründe – insbesondere, weil die Software-Supply-Chain deutlich dynamischer ist als jede physische Lieferkette. Wird eine neue Version einer von Ihnen verwendeten Bibliothek (für eine direkte oder transitive Abhängigkeit) in der Paketverwaltung veröffentlicht, arbeiten Sie beim nächsten Build mit einer neuen Bibliotheksversion – unabhängig davon, ob Sie von der neuen Version wissen.

Welche Rolle spielen Entwickler bei der Sicherheit der Software-Supply-Chain?

Entwickler spielen eine entscheidende Rolle dabei, eine sichere Software-Supply-Chain aufrechtzuerhalten. 

Zum Beispiel:

  1. Sicheren Code schreiben: Wer beim Schreiben von Code die Sicherheit berücksichtigt, verringert das Risiko, Schwachstellen einzuführen. Dazu gehört, bewährte Programmierpraktiken einzuhalten, sichere Programmierbibliotheken zu verwenden und Sicherheitsrichtlinien zu befolgen.

  2. Open-Source-Pakete auswählen: Entwickler greifen häufig auf Open-Source-Pakete zurück, um die Entwicklung zu beschleunigen. Um potenzielle Sicherheitslücken zu vermeiden, ist es jedoch entscheidend, renommierte und gut gepflegte Pakete auszuwählen.

  3. Container und Basis-Images auswählen:  Die Auswahl von Containern oder Basis-Images kann sich auf Sicherheit und Effizienz auswirken, da Schwachstellen in nachgelagerten Komponenten, die auf diesen grundlegenden Elementen aufbauen, leicht ausgenutzt werden können. Entwickler sollten sorgfältig entscheiden, mit welchen Containern und Basis-Images sie beginnen.

  4. Schwachstellen beheben: Schwachstellen zu beheben ist unerlässlich. Entwickler sollten ihre Codebasis aktiv überwachen und bewerten, anfällige Komponenten umgehend patchen oder aktualisieren und die Software auf dem neuesten Stand halten, um potenzielle Bedrohungen einzudämmen.

  5. Software-Stücklisten (SBOMs) erstellen: SBOMs werden für Unternehmen, die Software für andere entwickeln, immer wichtiger. Neue Vorschriften und aufsehenerregende Supply-Chain-Angriffe haben die Nachfrage nach Transparenz bei Software erhöht – sowohl aufseiten der Hersteller als auch der Verbraucher. Bei der Erstellung einer SBOM wird ein vollständiges Verzeichnis aller Komponenten einer Softwareanwendung angelegt, einschließlich Abhängigkeiten und Bibliotheken von Drittanbietern. Diese Transparenz hilft dabei, die Software-Supply-Chain nachzuverfolgen und zu verwalten und Schwachstellen bei ihrem Auftreten leichter zu erkennen und zu beheben.

Entwickler für die Sicherheit der Software-Supply-Chain gewinnen 

Erwägen Sie ein Developer-Security-Champions-Programm, um Entwickler für die sichere Softwareentwicklung zu gewinnen. Ihre Champions setzen sich in den Entwicklungsteams dafür ein, die Lücke zwischen Sicherheit und Entwicklung zu schließen, und helfen Entwicklern dabei, sichereren Code bereitzustellen. 

Außerdem erhöht die nahtlose Integration von entwicklerorientierten Sicherheitstools in bestehende Workflows die Wahrscheinlichkeit, dass diese angenommen werden. So wird Sicherheit zur Gewohnheit, weil sie direkt in die täglich verwendeten Tools integriert ist. 

Fazit: Wenn Sie Entwickler schulen und Sicherheitspraktiken an ihren Bedürfnissen und Routinen ausrichten, können Sie in Ihren Entwicklungsteams wirksam eine Kultur des Sicherheitsbewusstseins und der Compliance fördern.

Drei Möglichkeiten, wie Entwickler die Supply-Chain-Sicherheit sofort verbessern können

Entwickler können die Supply-Chain-Sicherheit sofort verbessern, indem sie:

  1. mit dem Shift Left beginnen oder weitermachen: Sicherheitsprüfungen werden früher im SDLC durchgeführt und sind Teil eines DevSecOps-Ansatzes. Schwachstellen, die früher im Entwicklungsprozess gefunden werden, lassen sich deutlich einfacher und kostengünstiger beheben.

  2. Developer-first-Tools und -Lösungen priorisieren: Wählen Sie Sicherheitstools und -lösungen, die für eine nahtlose Integration in Entwickler-Workflows konzipiert und speziell für Entwickler entwickelt wurden. 

  3. Die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien gewährleisten: Befolgen Sie die von Ihrem Sicherheitsteam festgelegten Richtlinien, um eine sichere Supply Chain zu gewährleisten.

Software-Lieferkettensicherheit mit Snyk

Snyk verschafft Ihnen Einblick in Sicherheitsprobleme Ihrer Software-Lieferkette und bietet Lösungsvorschläge für eine schnelle Behebung.

Vier Möglichkeiten für DevOps und AppSec, gemeinsam die Supply Chain zu schützen

Die Zusammenarbeit zwischen DevOps- und AppSec-Teams ist entscheidend, um die Sicherheit der gesamten Supply Chain zu verbessern. 

Durch die Zusammenarbeit dieser Teams entsteht eine solide Grundlage, auf der sich Sicherheitsmaßnahmen nahtlos in alle Phasen des SDLC integrieren lassen. So wird ein ganzheitlicher Ansatz zum Schutz der Softwareintegrität und zur Verringerung von Schwachstellen gewährleistet. Gemeinsam können sie:

  1. Richtlinien erstellen und durchsetzen: Mit robusten Sicherheitsrichtlinien schaffen beide Teams einen gemeinsamen Rahmen für die Entwicklung. Diese Richtlinien umfassen Vorgaben zu Codierungsstandards, Zugriffskontrollen und Datenschutz und sorgen so für einheitliche Sicherheit während des gesamten Entwicklungszyklus.

  2. Die Build-Umgebung absichern: Wenn Sicherheit und Entwicklung zusammenarbeiten, lassen sich bewährte Verfahren umsetzen, beispielsweise die Angriffsfläche zu minimieren, Schwachstellen zu patchen und sichere Konfigurationen zu verwenden. So wird die Widerstandsfähigkeit der Softwarebasis gestärkt.

  3. Entwicklungsteams in Sachen Sicherheit schulen: Schulungen sind entscheidend, damit Entwickler potenzielle Schwachstellen bereits beim Programmieren erkennen und beheben können. So werden Sicherheitsrisiken von vornherein minimiert.

  4. Automatisieren: Automatisierung trägt entscheidend dazu bei, Sicherheit durchgängig und als festen Bestandteil in den Entwicklungsprozess zu integrieren. Beispielsweise lassen sich folgende Aufgaben automatisieren:

    • Schwachstellenscans: Automatisierte Scans erkennen Schwachstellen in der Codebasis und in Abhängigkeiten von Drittanbietern, sodass diese schnell entdeckt und behoben werden können.

    • Automatisches Abhängigkeitsmanagement: Automatisierte Updates von Abhängigkeiten helfen dabei, Schwachstellen zeitnah zu beheben und Sicherheits-Patches auf dem aktuellen Stand zu halten.

    • Supply-Chain-Analysen: Automatisierte Supply-Chain-Analysen überprüfen die Sicherheit der in die Software integrierten Komponenten und schützen so vor potenziellen Kompromittierungen.

    • Konfigurationsmanagement: Automatisierte Konfigurationsprüfungen stellen sicher, dass Systeme sicher eingerichtet sind, und minimieren so konfigurationsbedingte Schwachstellen.

Wie Snyk helfen kann

Mit seinen Lösungen für eine sichere Software-Supply-Chain (SSCS) hilft Snyk Ihnen, alles abzusichern, was Ihre Build-Pipeline durchläuft – einschließlich der Sicherheit von Open Source, Quellcode und Containern. 

Mit der Snyk-Plattform profitieren Sie außerdem von:

  • Analysen für Unternehmen: Die maßgeschneiderten Analysen von Snyk verschaffen Ihnen Einblick in Schwachstellentrends, die Sicherheitsleistung und Risikobewertungen. So können Sie fundierte Entscheidungen treffen und Ihre Sicherheitsmaßnahmen stärken.

  • Erkenntnissen: Snyk liefert wertvolle Einblicke in den Sicherheitsstatus von Code-Repositories und Abhängigkeiten. So können Entwickler- und Sicherheitsteams potenzielle Schwachstellen schnell und effektiv erkennen und beheben.

Erfahren Sie mehr und buchen Sie eine Live-Demo mit einem Sicherheitsexperten. Sie können:

  • Die Sicherheitsfunktionen von Snyk für SAST, SCA, Container und IaC kennenlernen.

  • Erleben, wie sich Developer-first-Sicherheit auf die Release-Geschwindigkeit auswirkt.

  • Die Transparenz und Kontrollmöglichkeiten entdecken, die Snyk Sicherheitsteams bietet.