Security by Design integrieren: Risiken in DevSecOps managen
25. Februar 2025
0 Min. LesezeitDas Risikoumfeld verändert sich ständig, während Angreifer die Komplexität moderner Software ausnutzen. Deshalb ist es entscheidend, Sicherheit während des gesamten Anwendungslebenszyklus von Anfang bis Ende zu priorisieren. Viele Softwareteams beschäftigen sich jedoch erst mit Sicherheit, wenn die Anwendungsentwicklung bereits weit fortgeschritten ist.
Wenn Teams Sicherheit in jeder Phase verankern – von Design, Programmierung und Tests bis zur Bereitstellung –, können sie Risiken proaktiv mindern, die Kosten später Korrekturen senken und sicherere, resilientere Softwareanwendungen gewährleisten. Besonders wichtig ist dies zu Beginn der Anwendungsentwicklung.
In diesem Artikel beleuchten wir den geschäftlichen Nutzen, Sicherheitsbedrohungen früh im Entwicklungsprozess zu mindern, und einige der wirksamsten Wege, einen Secure-by-Design-Ansatz umzusetzen.
Der Nutzen einer frühzeitigen Bedrohungsminderung
Während bei der traditionellen Entwicklung Sicherheit bis zur Produktion aufgeschoben wird, ist dieser Ansatz im heutigen schnelllebigen Softwareentwicklungsprozess nicht mehr wirksam. DevOps und agile Methoden ermöglichen es Entwicklern, Code schnell bereitzustellen. Diese höhere Änderungsrate erfordert einen neuen Ansatz für Anwendungssicherheit.
Um DevSecOps wirklich zu verankern, benötigen Unternehmen eine Strategie, die von Anfang an auf die kontinuierliche Minderung von Bedrohungen setzt, um Risiken zu senken und Engpässe zu vermeiden. Diese Strategie ist für DevOps- und Softwareteams entscheidend, denn Probleme frühzeitig zu beheben ist deutlich effizienter und kostengünstiger. Ein Softwarefehler, der erst in späteren Phasen des Softwareentwicklungslebenszyklus (SDLC) entdeckt wird, kann bis zu 100-mal mehr kosten als bei einer frühzeitigen Erkennung.
Viele Unternehmen verfolgen seit Jahren die Prinzipien von Shift-Left-Security und möchten Sicherheitsprüfungen früh in den Entwicklungslebenszyklus integrieren. Doch diese Bemühungen schöpfen ihr Potenzial oft nicht aus, weil sie auf statischen, isolierten Prozessen beruhten, die sich nicht in die Arbeitsabläufe von Entwicklern einfügten. Für ein echtes Shift Left brauchen Unternehmen einen pragmatischeren Ansatz, der allen ermöglicht, Sicherheit konsequent zu priorisieren.
So erleichtern beispielsweise automatisierte Code-Reviews die Erkennung potenzieller Schwachstellen, bevor sie zu Problemen und kostspieligen Risiken werden. Unternehmen können die Sicherheit verbessern, ohne Entwickler auszubremsen, indem sie Tools einsetzen, die Code und Open-Source-Abhängigkeiten automatisch auf Schwachstellen prüfen und schnell umsetzbares Feedback liefern. So wird der notwendige Wandel möglich: weg von der reaktiven Behebung von Schwachstellen, hin zur proaktiven Bereitstellung sicherer Software.
Security by Design einführen
Security by Design geht über Shift Left hinaus: Software wird von Grund auf sicher geplant und entwickelt. Mit Secure-Design-Prinzipien wird Sicherheit für Entwickler zur Standardentscheidung, sodass Schwachstellen und Sicherheitslücken gar nicht erst entstehen.
Darüber hinaus ist die Integration von Sicherheit in die Anforderungs- und Designphasen ein wichtiger Bestandteil eines sicheren Softwareentwicklungslebenszyklus (SSDLC), bei dem Sicherheit in jeder Phase der Anwendungsbereitstellung berücksichtigt wird. Bei der Definition funktionaler Anforderungen für neue Funktionen sollten Sicherheitsrisiken frühzeitig erkannt werden, damit keine Schwachstellen entstehen und sich die Angriffsfläche nicht vergrößert.
Auch über die Designphase hinaus können transparente und relevante Sicherheitskontrollen Entwickler zu sichereren Entscheidungen anleiten. Sicherheitskontrollen, die auf realen Bedrohungsmodellen basieren, können viele Sicherheitsentscheidungen automatisieren und Entwicklungsteams dabei helfen, den Kreislauf aus Erkennung, Priorisierung und Behebung von Schwachstellen nach jeder Codeänderung zu durchbrechen.
Best Practices für die Umsetzung von Security by Design
Hier sind einige Best Practices für einen Secure-by-Design-Ansatz:
Klare Verantwortlichkeiten festlegen: Im Softwaredesignprozess sollten Verantwortlichkeiten klar definiert sein. Außerdem sollte der Input von Sicherheitsexperten einfließen, damit bereits in den frühesten Ideenphasen risikobasiert gedacht wird.
Bedrohungsmodelle erstellen: Um die Angriffsfläche zu minimieren, sollte ein detailliertes und versionskontrolliertes Bedrohungsmodell gemeinsam erstellt, überprüft und über den gesamten Lebenszyklus jeder Softwarekomponente hinweg kontinuierlich neu bewertet werden.
Relevante Standards festlegen: Maßgebliche Standards für Anwendungssicherheit sollten vollständig in den Genehmigungsprozess für neue Codeänderungen integriert werden. Entwickler sollten außerdem dazu angehalten werden, Standards für sicheres Programmieren einzuhalten, um Schwachstellen zu vermeiden.
Geeignete Sicherheitstools auswählen: Sicherheitstools sollten auf Grundlage des Risikoprofils und des Bedrohungsmodells jeder Anwendungskomponente sorgfältig ausgewählt werden. Dazu gehört die Wahl von entwicklerorientierten Tools, die Reibungsverluste verringern und sich in bestehende Entwicklungsabläufe integrieren lassen.
Sicherheitskontrollen umsetzen: Automatisierte Sicherheitskontrollen sollten so konzipiert sein, dass Softwareteams einfach sichere Entwicklungsentscheidungen treffen und Risiken nicht versehentlich einführen. Sicherheit sollte transparent sein, und Softwareentwickler sollten nach Möglichkeit Self-Service nutzen können.
Anwendungsrisiken mit Snyk managen
Ein Secure-by-Design-Ansatz ist unverzichtbar, um die Risiken moderner Software zu managen. Anwendungen sollten mit Blick auf Sicherheit entwickelt und Bedrohungsmodelle erstellt werden, um Risiken zu verstehen und zu minimieren. Entwickler sollten außerdem Standards für sicheres Programmieren einhalten und Sicherheitskontrollen befolgen, die Sicherheit zur Standardentscheidung machen.
Snyk ist eine entwicklerorientierte Sicherheitsplattform, mit der sich Sicherheitsprüfungen einfach in den gesamten Softwarebereitstellungsprozess integrieren lassen – von der Entwicklung bis zur Produktion. Dank automatisierter Scans, Bewertungen und Behebungsfunktionen können Unternehmen Sicherheitsbedrohungen möglichst früh angehen, ohne die Entwicklung zu verlangsamen.
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