In this article
Developer-First Security: Wie entwicklerfreundliche AppSec die Sicherheit verbessert
Developer-First Security befähigt Entwickler, Produkte und Anwendungen abzusichern
Sicherheitsteams sind heute auf die aktive Beteiligung ihrer Entwicklerkollegen angewiesen, um erfolgreich zu sein. Die komplexen Anwendungen von heute und Software-Supply-Chains lassen sich praktisch nicht ohne die Mitwirkung von Entwicklern absichern.
Um Entwickler für sich zu gewinnen, müssen Sicherheitsteams Sicherheitsmaßnahmen so reibungslos wie möglich in deren Arbeitsalltag integrieren. Developer-First-Security-Praktiken sind der beste Weg zu einem nahtlosen Sicherheitserlebnis. Developer Security umfasst verschiedene Best Practices, etwa Sicherheitstests in bestehende Workflows zu integrieren, alle Testergebnisse an einem Ort zusammenzuführen, mithilfe kontextbezogener Informationen fehlerhafte Scan-Ergebnisse zu reduzieren und Teams zu erklären, warum ein Problem aufgetreten ist. So können Entwickler ihre Arbeit viel einfacher auf Schwachstellen prüfen und diese direkt in ihren Coding-Workflows beheben – zum Beispiel direkt in ihrer IDE – statt erst später in der Build-Pipeline, nachdem der Code bereits gepusht wurde.
In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige dazu, wie Sie Sicherheit für Entwickler zugänglich machen – unter anderem:
Warum ist Developer-First-Security wichtig?
Entwickler spielen in den heutigen Softwareentwicklungszyklen eine wichtige Rolle. Sie schreiben nicht nur Code, sondern stellen auch Cloud-Infrastruktur mit IaC bereit, orchestrieren die Containerisierung mit Tools wie Kubernetes, wählen Ressourcen von Drittanbietern wie Open-Source-Komponenten und Container-Basis-Images aus und übernehmen vieles mehr.
Außerdem sind Entwicklungsteams den Sicherheitsteams zahlenmäßig weit überlegen. Ohne Unterstützung können Sicherheitsteams daher nicht jeden Aspekt des Softwareentwicklungszyklus absichern. Da Entwickler für viele Bereiche des SDLC verantwortlich sind, liegt es nahe, dass sie auch bei deren Absicherung helfen. Entwickler können Sicherheitsrisiken in ihrem eigenen Code, ihren Cloud-Umgebungen und Containern am besten eindämmen.
Wie profitieren Sicherheitsteams von Developer-First-Security?
Developer-First-Security-Tools und -Praktiken unterstützen die Arbeit des Sicherheitsteams auf verschiedene Weise. Erstens erweitern sie dessen Wirkung und verbessern die Sicherheitslage des gesamten Unternehmens. Unternehmen, die beim Absichern ihrer Anwendungen einen Developer-First-Ansatz verfolgen, erzielen außerdem meist eine deutlich höhere Akzeptanz bei Entwicklern. Dadurch wird das gesamte Sicherheitsprogramm wirksamer.
Developer-First-Security verbessert auch den Kontext für das Schwachstellenmanagement und die Behebung von Schwachstellen. Durch die enge Integration von Sicherheitstools und -praktiken in die Entwicklungspipeline erhalten Sicherheitsteams Kontextinformationen und Hintergrund zu jeder Sicherheitsmeldung. Außerdem entsteht eine direkte Feedback-Schleife, in der Entwickler ihren eigenen Code in Echtzeit korrigieren können. Dieses unmittelbare Feedback verhindert, dass Schwachstellen überhaupt erst ins Repository gelangen.
Wie unterstützt Developer-First-Security Shift Left?
Viele Unternehmen erkennen heute den Wert von Shift Left: Sicherheitstests werden frühzeitig und regelmäßig im Softwareentwicklungszyklus durchgeführt und ein DevSecOps-Ansatz gefördert. Früher fanden Sicherheitstests erst am Ende des Entwicklungsprozesses statt. Dadurch waren sie überfordernd, kostspielig und bei der Behebung kritischer Sicherheitsprobleme wenig wirksam.
Die meisten agilen Teams setzen heute stattdessen auf einen Shift-Left-Ansatz für Sicherheit. Sie führen im gesamten SDLC kleinere Tests durch und können Schwachstellen so kostengünstiger und schneller beheben. Developer-First-Security schafft eine solide Grundlage für Shift Left: Entwickler können ihren Code schon beim Schreiben absichern und Schwachstellen lange vor dem Produktivbetrieb erkennen. Viele Tools umfassen außerdem Schulungen zu Developer Security.
Developer-First-Security-Tools
Für Developer-First-Security braucht es die passenden Tools. Hier sind einige Tools, mit denen Teams entwicklerfreundliche Sicherheitstests in jeder Phase des SDLC umsetzen:
Schwachstellen-Scanner. Viele Teams nutzen heute zwei Arten von Schwachstellen-Scannern: SAST und DAST. Mit Static Application Security Testing (SAST) wie Snyk Code können Entwickler ihren selbst geschriebenen Code jedes Mal scannen, wenn sie Änderungen in ein Repository pushen. Dynamic Application Security Testing (DAST) testet laufende Anwendungen, indem Angriffe auf das Frontend simuliert werden.
Software Composition Analysis (SCA). SCA-Tools wie Snyk Open Source helfen Entwicklern, das Risikoniveau jeder Drittanbieter-Komponente zu überprüfen, die in ihre Umgebung aufgenommen wird. Dabei berücksichtigen diese Tools mehrere Faktoren, darunter die Update-Historie der Komponente, zugehörige CVEs und transitive Abhängigkeiten.
IaC-Sicherheit. Mit diesen Lösungen können Entwickler Schwachstellen in Infrastructure as Code (IaC) direkt in ihren Workflows beheben – im gesamten SDLC und in laufenden Cloud-Umgebungen.
Container-Sicherheit. Diese Tools können verschiedene Aufgaben übernehmen, etwa Container-Schwachstellen finden und beheben, gefährdete Images automatisch auf eine weniger riskante Version aktualisieren und Entwicklern eine Liste geprüfter Golden Base Images bereitstellen. Erfahren Sie mehr über Snyk Container.
Secrets-Management. Viele der genannten Sicherheitstools unterstützen auch das Secrets-Management. Entwicklungsteams können zum Schutz sensibler Daten beitragen, indem sie Anwendungen mit möglichst wenigen Schwachstellen in statischem Code, Open-Source-Code, IaC oder Containern erstellen.
Developer-First-Security-Plattformen. Einige Lösungen vereinen viele dieser Tools auf einer Plattform. Wenn die Tools Daten untereinander abgleichen können, lassen sich falsch positive und redundante Meldungen deutlich reduzieren. Eine umfassende Developer-Plattform bietet außerdem einen zentralen Ort, von dem aus sich der gesamte SDLC durchgängig und kontextbezogen überblicken lässt.
Käuferleitfaden für Developer-Security-Tools
Dieser Leitfaden behandelt alle Aspekte von Developer-Security-Tools, die Käufer bei der Suche nach einem neuen Developer-First-Security-Tool berücksichtigen sollten.
Developer-First-Security für die Software-Supply-Chain
Ein Developer-First-Ansatz für Sicherheit kann das Risiko in der Software-Supply-Chain erheblich reduzieren. Entwicklerfreundliche Sicherheitstools und -prozesse ermöglichen es Entwicklern, Schwachstellen in allen Teilen der Software-Supply-Chain zu finden und zu beheben – von selbst geschriebenem Code über Open-Source-Bibliotheken und Container-Images bis hin zur Cloud-Infrastruktur. Eine zentrale Developer-Plattform für Sicherheit verschafft Teams außerdem einen vollständigen Überblick über die gesamte Supply-Chain. So können sie Muster erkennen und den Kontext jedes Sicherheitsproblems nachvollziehen.
Developer-First-Security mit Snyk
Die Sicherheitsplattform von Snyk unterstützt eine entwicklerzentrierte Sicherheitsstrategie und stellt Entwicklungsteams die Tools und Prozesse bereit, die sie zum Absichern der Software-Supply-Chain benötigen. Um die Produktivität der Entwickler zu steigern, ermöglicht unsere Plattform direkte Korrekturen im Code und bietet leicht zugängliche Schulungen zu Developer Security für jede gemeldete Schwachstelle. Außerdem nutzen wir KI, um präzise Testergebnisse zu liefern.
Die Plattform von Snyk bietet Funktionen für SAST, SCA, IaC-Sicherheit und Container-Sicherheit. So können Teams Schwachstellen im gesamten SDLC beheben. Unsere Sicherheitstestlösungen sind für die Zusammenarbeit mit bestehenden Entwicklungsprozessen konzipiert. Entwickler können Snyk direkt in ihren gewohnten Workflows nutzen, etwa mit CI/CD-Pipeline-Tools, lokal über eine CLI oder durch Integration in IDEs.
Möchten Sie Ihre Developer-First-Security-Strategie starten? Erfahren Sie noch heute mehr über unsere Developer-Security-Plattform.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Developer-First-Sicherheit?
Developer-First-Sicherheit sorgt für ein reibungsloses Sicherheitserlebnis für Entwicklungsteams. Ein Developer-First-Tool lässt sich beispielsweise direkt in die CI/CD-Pipeline integrieren und arbeitet mit nativen Workflows wie den CLIs der Entwicklerinnen und Entwickler. Ein Developer-First-Sicherheitsansatz konzentriert sich außerdem darauf, Nutzerinnen und Nutzer ohne Sicherheitshintergrund zu schulen, damit sie Sicherheitsprobleme unabhängig von ihrem Kenntnisstand beheben können.
Was ist eine Developer-Security-Plattform?
Eine Developer-Security-Plattform bündelt die Sicherheitsverantwortung der Entwicklungsteams in einer zentralen Oberfläche. In modernen Entwicklungsumgebungen ist es üblich, dass Entwicklerinnen und Entwickler für das Schreiben von Code, die Auswahl von Ressourcen Drittanbieter wie Container-Basis-Images und Open-Source-Bibliotheken sowie die Pflege von Infrastructure-as-Code verantwortlich sind. Eine Developer-Security-Plattform ermöglicht es ihnen, all diese Komponenten über eine einzige Oberfläche abzusichern.
Welche Rolle spielen Entwickler bei der Implementierung von Anwendungssicherheit?
Bei der Implementierung von Anwendungssicherheit sollte ein Unternehmen darauf abzielen, Schwachstellen so früh wie möglich im SDLC zu beheben. Je weiter eine Schwachstelle im Entwicklungsprozess voranschreitet, desto mehr Zeit und Ressourcen kostet ihre Behebung. Sicherheitsteams müssen mit den Entwicklungsteams zusammenarbeiten, um Anwendungssicherheit bereits in den frühen Phasen des SDLC zu integrieren. Entwickler können dazu beitragen, indem sie Schwachstellen immer dann finden und beheben, wenn sie Code schreiben oder neue Ressourcen von Drittanbietern auswählen.