5 Best Practices für die Sicherheit von Cloud-Anwendungen
27. Juni 2021
0 Min. LesezeitWas ist Cloud-Anwendungssicherheit?
Cloud-Anwendungssicherheit umfasst Richtlinien, Governance, Tools und Prozesse, mit denen der Informationsaustausch in kollaborativen Cloud-Umgebungen und in der Cloud bereitgestellten Anwendungen gesteuert und abgesichert wird.
Wer ist für die Sicherheit von Cloud-Anwendungen verantwortlich?
Mit der zunehmenden Verbreitung der cloudnativen Anwendungsentwicklung wird es immer wichtiger, dass Sicherheits-, Entwicklungs- und Betriebsteams gemeinsam Verantwortung für die Sicherheit von Anwendungen übernehmen. Dieser sich wandelnde Ansatz für Anwendungssicherheit, bei dem Entwickler zusätzliche Verantwortung für AppSec übernehmen, wird als DevSecOps bezeichnet. Obwohl DevSecOps immer häufiger eingesetzt wird, waren weniger als 10 % der Sicherheitsexperten der Meinung, dass Entwickler für die Sicherheit cloudnativer Umgebungen und Anwendungen verantwortlich sind. Die Zuständigkeit für die Sicherheit von Cloud-Anwendungen dürfte sich daher in den kommenden Jahren weiterentwickeln.
Warum ist es wichtig, Cloud-Sicherheitsrichtlinien und -Frameworks einzuführen?
Bei der Nutzung von Cloud-Plattformen können Daten offengelegt werden. Robuste Cloud-Sicherheitsrichtlinien und -Frameworks sind entscheidend, um:
Sensible Daten zu schützen: Unternehmen, die vertrauliche Daten in der Cloud speichern, müssen diese vor Hackern schützen. Um Daten sicher aufzubewahren, sollten geschäftliche Informationen wie Kunden- und Finanzdaten bei der Übertragung und im Ruhezustand verschlüsselt werden.
Das Risiko von Sicherheitsverletzungen zu senken: Sicherheitsrichtlinien definieren Best Practices für Identity and Access Management (IAM), Verschlüsselung und Bedrohungsüberwachung, um Schwachstellen zu minimieren.
Compliance sicherzustellen: Die Einführung eines Sicherheits-Frameworks hilft dabei, Compliance-Anforderungen wie ISO 27001, SOC 2, PCI DSS, CRA und OWASP Top 10 zu erfüllen und kostspielige Strafen zu vermeiden.
Transparenz und Kontrolle zu verbessern: Ein strukturiertes Sicherheits-Framework gibt Unternehmen klare Vorgaben für die Absicherung von Workloads, die Verwaltung von Benutzerberechtigungen und die Erkennung von Anomalien, bevor diese zu Vorfällen eskalieren.
Die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle zu verbessern: Gut dokumentierte Sicherheitsrichtlinien stellen sicher, dass Teams wissen, wie sie schnell auf Bedrohungen reagieren können. So werden Ausfallzeiten reduziert und potenzielle Schäden begrenzt.
Welche Sicherheitsprobleme gibt es bei Cloud-Anwendungen?
Sicherheitsprobleme bei Cloud-Anwendungen sind Cyberbedrohungen, denen cloudbasierte Anwendungen ausgesetzt sind. Dazu zählen:
Unbefugter Zugriff auf Anwendungsfunktionen oder Daten
Offengelegte Anwendungsdienste aufgrund von Fehlkonfigurationen
Übernahme von Benutzerkonten aufgrund schwacher Verschlüsselung und unzureichenden Identitätsmanagements
Datenlecks durch unsichere APIs oder andere Infrastruktur-Endpunkte
Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) aufgrund schlecht verwalteter Ressourcen
Wie lassen sich Sicherheitsangriffe in Cloud-Umgebungen überwachen und eindämmen?
Cloud-Umgebungen sind häufige Ziele von Cyberangriffen. Um eine Cloud-Umgebung abzusichern, ist es wichtig, Aktivitäten zu überwachen und potenzielle Bedrohungen einzudämmen. So können Unternehmen ihre Cloud-Infrastruktur stärken:
Kontinuierliche Überwachung ermöglichen: Nutzen Sie Sicherheitstools, die Bedrohungen in Echtzeit erkennen und Protokolle sowie Warnmeldungen bereitstellen.
Zugriffskontrollen implementieren: Führen Sie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und rollenbasierte Zugriffskontrollen ein, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
Regelmäßige Sicherheitsaudits durchführen: Überprüfen Sie Sicherheitskonfigurationen, führen Sie Schwachstellenscans durch und testen Sie auf Sicherheitslücken.
Sicherheitsreaktionen automatisieren: Implementieren Sie automatisierte Systeme zur Bedrohungsabwehr, die Angriffe sofort blockieren oder eindämmen. So können Unternehmen schneller auf Sicherheitsvorfälle reagieren.
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Best Practices für die Sicherheit von Cloud-Anwendungen
Für die Sicherheit von Cloud-Anwendungen ist ein umfassender Ansatz erforderlich, der sowohl die Anwendung selbst als auch die zugrunde liegende Infrastruktur schützt. Hier sind fünf Best Practices für wirksame Sicherheitsmaßnahmen bei Cloud-Anwendungen:

1. Identity and Access Management
Anwendungssicherheit lässt sich nicht isoliert betrachten. Deshalb müssen sichere Maßnahmen wie IAM unbedingt in umfassendere Unternehmenssicherheitsprozesse integriert werden. IAM stellt sicher, dass alle Benutzer authentifiziert werden und nur auf autorisierte Daten und Anwendungsfunktionen zugreifen können. Ein ganzheitlicher IAM-Ansatz kann Cloud-Anwendungen schützen und die allgemeine Sicherheitslage eines Unternehmens verbessern.
2. Verschlüsselung
Durch den gezielten Einsatz von Verschlüsselung lässt sich die Anwendungsleistung optimieren und gleichzeitig sensible Daten schützen. Im Allgemeinen sollten Sie drei Arten der Datenverschlüsselung berücksichtigen: Verschlüsselung während der Übertragung, im Ruhezustand und während der Verarbeitung.
Verschlüsselung während der Übertragung schützt Daten, während sie zwischen Cloud-Systemen oder an Endbenutzer übertragen werden. Dazu gehört die Verschlüsselung der Kommunikation zwischen zwei Diensten – unabhängig davon, ob diese intern oder extern sind –, damit unbefugte Dritte keine Daten abfangen können.
Verschlüsselung im Ruhezustand stellt sicher, dass unbefugte Benutzer gespeicherte Daten in der Cloud nicht lesen können. Dabei können mehrere Verschlüsselungsebenen auf Hardware-, Datei- und Datenbankebene zum Einsatz kommen, um sensible Anwendungsdaten vor Datenschutzverletzungen zu schützen.
Verschlüsselung während der Verarbeitung schützt Daten, die gerade verarbeitet werden – oft der verwundbarste Zustand von Daten. Um Daten während der Nutzung zu schützen, sollten Sie den Zugriff im Vorfeld mithilfe von IAM, rollenbasierter Zugriffskontrolle, digitalem Rechtemanagement und weiteren Maßnahmen einschränken.
Durch Verschlüsselung von Daten in jeder dieser Phasen lässt sich das Risiko verringern, dass Cloud-Anwendungen sensible Daten offenlegen. Dies ist entscheidend, um ein hohes Maß an Sicherheit und Datenschutz zu erreichen und Unternehmen vor Diebstahl geistigen Eigentums, Reputationsschäden und Umsatzeinbußen zu schützen.
3. Bedrohungsüberwachung
Nach der Bereitstellung von Anwendungen in der Cloud müssen diese kontinuierlich und in Echtzeit auf Cyberbedrohungen überwacht werden. Da sich die Bedrohungslage für die Anwendungssicherheit ständig verändert, ist die Nutzung von Bedrohungsdaten entscheidend, um böswilligen Akteuren einen Schritt voraus zu sein. So können Entwicklungsteams Sicherheitsbedrohungen für Cloud-Anwendungen erkennen und beheben, bevor sie sich auf Endbenutzer auswirken.
4. Datenschutz und Compliance
Neben der Anwendungssicherheit sind Datenschutz und Compliance entscheidend, um Endbenutzer cloudnativer Anwendungen zu schützen. So erfordert beispielsweise die DSGVO-Compliance eine sorgfältige Prüfung von Open-Source-Komponenten, die häufig genutzt werden, um die Entwicklung cloudnativer Anwendungen zu beschleunigen. Darüber hinaus können Datenverschlüsselung, Zugriffskontrollen und weitere Cloud-Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Privatsphäre von Anwendungsbenutzern beitragen.
5. Automatisierte Sicherheitstests
Ein zentraler Bestandteil von DevSecOps ist die direkte Integration automatisierter Sicherheitstests in den Entwicklungsprozess. Durch automatisches Scannen auf Schwachstellen während des Continuous-Integration- und Continuous-Delivery-Prozesses (CI/CD) können Entwicklungsteams sicherstellen, dass jeder neue Software-Build vor der Bereitstellung in der Cloud sicher ist. Dazu gehören der Code und die Open-Source-Bibliotheken, auf die Anwendungen angewiesen sind, ebenso wie die Container-Images und Infrastrukturkonfigurationen für Cloud-Bereitstellungen.
Darüber hinaus kann der Einsatz entwicklerfreundlicher Tools zum Sicherheitsscanning, die sich in bestehende Entwickler-Workflows integrieren lassen, dazu beitragen, die Sicherheit von Cloud-Anwendungen nach links zu verlagern. Shift-Left-Tests können die Kosten für die Erkennung und Behebung von Schwachstellen erheblich senken und gleichzeitig sicherstellen, dass Entwickler weiterhin schnell Code bereitstellen können.
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Viele Unternehmen setzen auf cloudnative Anwendungsentwicklung, um moderne Software schneller als je zuvor zu erstellen. Doch die Art der Anwendungen und der Infrastruktur, auf der sie bereitgestellt werden, hat sich grundlegend verändert. Deshalb ist es entscheidend, dass Entwicklungs- und Sicherheitsteams die Best Practices für den Schutz cloudnativer Anwendungen kennen.
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Weitere Informationen zur Sicherheit von Cloud-Anwendungen finden Sie in diesen Artikeln:
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