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Schwachstellenbewertung: Tools und Schritte zur Verbesserung Ihrer Sicherheitslage
Angesichts der Vielzahl an Schwachstellen, die es zu verfolgen gilt, und ständig neu auftretender Bedrohungen wie Log4Shell müssen Unternehmen über die richtigen Verfahren und Prozesse verfügen, um diese Risiken zu bewältigen, bevor die Situation außer Kontrolle gerät. Schwachstellenbewertungen sind dabei ein wichtiger Bestandteil.
Was ist eine Schwachstellenbewertung?
Bei einer Schwachstellenbewertung werden Sicherheitslücken und Schwachstellen in Ihren Systemen kontinuierlich untersucht. Ziel dieses Prozesses ist es, nach bekannten potenziellen Schwachstellen zu suchen, ihre Relevanz zu bestimmen und zu bewerten, wie sie sich auf Ihre Systeme und Umgebungen auswirken können.
Der Prozess umfasst mehrere Schritte. Am Anfang steht die Vorbereitung, gefolgt von der Prüfung Ihrer Systeme. Anschließend wird jede entdeckte Schwachstelle priorisiert, um die geeigneten Maßnahmen festzulegen. Abschließend werden Empfehlungen zur Behebung ausgesprochen.
Warum ist eine Schwachstellenbewertung wichtig?
Schwachstellen kontinuierlich zu verfolgen und frühzeitig zu erkennen, macht Schwachstellenbewertungen zu einem äußerst wertvollen Mittel, um Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollen in Ihrem Unternehmen umzusetzen. Regelmäßige Schwachstellenbewertungen vermitteln ein umfassendes Bild Ihrer Sicherheitslage, können zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften beitragen und ermöglichen eine flexiblere Priorisierung und Behebung, wenn neue Bedrohungen auftreten.
Diese Praxis fügt sich ideal in den Secure Software Development Life Cycle (SSDLC) ein, bei dem Sicherheit in jeder Entwicklungsphase berücksichtigt und nicht nachträglich ergänzt wird.
Praktisch jedes Unternehmen nutzt heute in irgendeiner Form Open-Source-Code. Der ständige Zustrom neuer Open-Source-Komponenten in der Entwicklerwelt hat auch zu einer wachsenden Zahl von Open-Source-Schwachstellen geführt. Daher ist es entscheidend, Open-Source-Komponenten in Ihre Schwachstellenbewertung einzubeziehen. Ein Open-Source-Schwachstellenscanner gehört unbedingt zu den Tools für Ihre Schwachstellenbewertung.
Nachdem wir Schwachstellenbewertungen und ihre Bedeutung behandelt haben, stellt sich die Frage: Wie gehen Sie dabei vor?
Wie führen Sie eine Schwachstellenbewertung durch?
Für Schwachstellenbewertungen gibt es kein allgemeingültiges Framework. Richtlinien und Verfahren können sich von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden. Der Prozess lässt sich in mehrere Phasen unterteilen – von der Vorbereitung und Prüfung Ihrer Systeme über die Analyse und Behebung entdeckter Schwachstellen bis hin zu Schlussfolgerungen für die Zukunft. Kontinuierliche Sicherheitslückenbewertungen sollten fester Bestandteil Ihrer Sicherheitsstrategie sein, damit neu entdeckte Schwachstellen behoben werden.
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5 Phasen der Schwachstellenbewertung
Auch wenn die Bezeichnungen je nach Unternehmensstrategie variieren können, sind die folgenden fünf Schritte bei der Schwachstellenbewertung besonders wichtig:
1. Vorbereitung
In dieser Phase wird entschieden, welche Systeme bewertet werden sollen, und für jedes System wird eine Baseline festgelegt. Außerdem muss bestimmt werden, welche Systeme kritisch sind und welche Daten besonders sensibel sind.
2. Schwachstellenscan
Wenn Sie Ihre Ressourcen mit Software Composition Analysis (SCA) und anderen Tools scannen, lassen sich vorhandene Schwachstellen in Ihren Systemen und Netzwerken schnell erkennen. Schwachstellenscanner müssen unbedingt aktualisiert und korrekt konfiguriert werden, damit die Ergebnisse auf Ihre Anforderungen zugeschnitten sind. So lassen sich falsch-positive Ergebnisse minimieren, die die Analysephase verlängern können.
3. Schwachstellenanalyse
Die Schwachstellenanalyse ist vermutlich die wichtigste Phase des Bewertungsprozesses, da hier geprüft wird, ob eine gemeldete Schwachstelle Ihre Systeme gefährdet. Mithilfe einer Ursachenanalyse (Root Cause Analysis, RCA) werden die möglichen Auswirkungen und der Schweregrad ermittelt. Wie präzise Schwachstellen in dieser Phase identifiziert werden, wirkt sich unmittelbar auf die erforderlichen Maßnahmen aus. Mit einigen hilfreichen Tools können Sie Schwachstellen in Ihren Open-Source-Abhängigkeiten und Containern effizient priorisieren und sich auf das Wesentliche konzentrieren.
4. Behebung von Schwachstellen
Nachdem Sie die Schwachstelle bewertet und den Angriffsvektor sowie die möglichen Auswirkungen auf Ihr System ermittelt haben, geht es im nächsten Schritt darum, diese Sicherheitslücke zu entschärfen. Reicht es aus, die Komponentenkonfiguration zu ändern? Muss die Komponente aktualisiert werden, um die Schwachstelle zu beheben, und ist das überhaupt möglich?
5. Erkenntnisse
Nach Abschluss der Schwachstellenbewertung ist es an der Zeit, zu prüfen, was planmäßig verlaufen ist und was nicht – und vor allem einzuschätzen, wie gut Sie auf die Zukunft vorbereitet sind. Können Sie Ihr System und Netzwerk vollständig absichern? Worauf sollten Sie Ihre Ressourcen konzentrieren?
4 Arten der Schwachstellenbewertung
Es gibt vier grundlegende Kategorien der Schwachstellenbewertung:
Netzwerk: Analyse der Mechanismen, die unbefugten Zugriff auf Ihr Netzwerk verhindern.
Infrastruktur: Bewertung kritischer Server unter dem Gesichtspunkt des Systembetriebs.
Datenspeicher: Prüfung von Datenspeichern auf mögliche Schwachstellen, mit besonderem Augenmerk auf den Schutz sensibler Daten.
Anwendungssicherheit: Erkennung von Schwachstellen im Quellcode einer Anwendung mithilfe von Tools für Dynamic Application Security Testing (DAST) und Static Application Security Testing (SAST). Weitere Informationen finden Sie unter Best Practices für Anwendungssicherheit.
Die besten Tools zur Schwachstellenbewertung
Tools zur Schwachstellenbewertung sind ein zentraler Bestandteil des Bewertungsprozesses. Ohne sie müsste der gesamte Prozess manuell durchgeführt werden – eine nahezu unmögliche Aufgabe, bei der Schwachstellen mit Sicherheit unentdeckt blieben. Zu diesen Tools gehören verschiedene Scanner, darunter Scanner für Webanwendungen, Protokolle und Netzwerke. Diese modernen, leistungsstarken Tools greifen auf aktuelle Open-Source-Schwachstellendatenbanken zu und erkennen Abhängigkeiten, die sonst möglicherweise übersehen würden.
Sehen wir uns an, warum solche Tools erforderlich sind und wie Sie die richtigen auswählen.
DAST vs. SAST
Selbst wenn Sie alles daransetzen, eine möglichst hohe Codequalität sicherzustellen – etwa durch erfahrene Programmierer, Schulungen und die Befolgung von Richtlinien für sicheres Programmieren –, sind Probleme mit Ihrem Code und Ihrer Anwendung aufgrund menschlicher Fehler kaum zu vermeiden. DAST- und SAST-Tools können dabei helfen, solche Risiken zu verringern. Beide Ansätze haben ihre Vorteile.
SAST: Dieser typische White-Box-Ansatz ermöglicht es, potenzielle Sicherheitslücken frühzeitig zu erkennen, ohne dass eine Laufzeitumgebung erforderlich ist. Die Tools erkennen Schwachstellen und zeigen die konkrete Zeile des dafür verantwortlichen Codes an.
DAST: Diese Testmethode verfolgt den gegensätzlichen Ansatz zu SAST. Bei diesem Black-Box-Test wird die Anwendung dynamisch von außen geprüft. DAST-Tools benötigen Eingabedaten und setzen daher eine laufende Anwendung voraus.
Beide Testmethoden können eine Reihe von Schwachstellen erkennen, darunter auch die OWASP Top 10. Am besten setzen Sie diese Tools in verschiedenen Phasen des Softwareentwicklungszyklus gemeinsam ein.
Software Composition Analysis (SCA) für Schwachstellenbewertungen
Software Composition Analysis (SCA) ist eine weitere wichtige Tool-Kategorie. Ohne solche Tools wäre es schwierig, Ihre Softwarekomponenten – insbesondere Open-Source-Elemente – zu verwalten. SCA-Tools scannen Ihre Software und erstellen einen vollständigen Bericht mit einer Liste aller Komponenten und der darin enthaltenen potenziellen Schwachstellen.
Diese Software Bill of Materials (SBOM) ist für die Verwaltung Ihrer Sicherheitsprozesse äußerst wertvoll. Sie zeigt Ihnen, welche Komponenten tatsächlich in Ihrem Produkt verwendet werden und welche mit Richtlinien und Softwarelizenzen vereinbar sind. Viele moderne SCA-Tools bieten außerdem automatisierte Funktionen wie Freigabe und Auditierung.
Einen Schritt voraus bleiben
Bei der Sicherheit darf nichts übersehen oder ausgelassen werden. Die kontinuierliche Bewertung von Schwachstellen ist entscheidend für die Entwicklung sichererer Produkte. Tools zur Schwachstellenbewertung erleichtern den Bewertungsprozess und das Schwachstellenmanagement. Mit den richtigen Tools können Sie außerdem falsch-positive Ergebnisse minimieren und verlässliche Bewertungsdaten erhalten. So bleiben Sie Angreifern einen Schritt voraus. Finden, priorisieren und beheben Sie Schwachstellen in Ihrem Code sowie in Ihren Open-Source-Abhängigkeiten automatisch – und zwar während des gesamten Entwicklungszyklus mit Snyk.
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