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Secrets Management: Tools und Best Practices

Artikel von

26. Juni 2023

0 Min. Lesezeit

Psst … können Sie ein Geheimnis für sich behalten? Wenn Sie mit vertraulichen oder sensiblen digitalen Informationen arbeiten, muss Ihre Antwort Ja lauten. Doch das ist leichter gesagt als getan. Secrets Management ist nicht so einfach, wie es klingt. Fehler können für ein Unternehmen, seine Kunden und seinen Ruf schwerwiegende Folgen haben. In diesem Artikel stellen wir Ihnen Best Practices und Tools vor, mit denen Sie Ihre Secrets schützen können.

Was ist Secrets Management?

Secrets Management umfasst die Praktiken und Tools, mit denen sensible Informationen sicher gespeichert, abgerufen und verteilt werden. Es ist ein entscheidender Prozess, um sich vor Datenschutzverletzungen, Identitätsdiebstahl und anderen Sicherheitsvorfällen zu schützen. Beim Secrets Management kommen Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, Audits und weitere Sicherheitsmaßnahmen zum Einsatz. So bleiben sensible Informationen vertraulich und sind nur für autorisierte Personen oder Anwendungen zugänglich. Secrets lassen sich zentral über ein Schlüsselverwaltungssystem (KMS) verwalten, wobei Zugriffskontrollen durch Identity- und Access-Management-Systeme (IAM) durchgesetzt werden. Alternativ können sie lokal auf einzelnen Rechnern oder innerhalb bestimmter Anwendungen oder Dienste verteilt und verwaltet werden.

Was ist ein Secret? 

Im Kontext des Secrets Managements ist ein Secret eine vertrauliche und schützenswerte Information. Dazu gehören Passwörter, API-Schlüssel, kryptografische Schlüssel, Tokens und andere Anmeldedaten für die Authentifizierung oder Autorisierung. Secrets können auch andere sensible Daten umfassen, etwa Finanz- oder Gesundheitsdaten, personenbezogene Daten (PII) oder geistiges Eigentum.

Secrets müssen vor unbefugtem Zugriff und Offenlegung geschützt werden, da sie dazu verwendet werden könnten, auf Daten oder Systeme zuzugreifen oder sich als Benutzer oder Dienst auszugeben.

Warum ist Secrets Management wichtig?

Am 27. Dezember 2021 erhielt der Security Engineer Daniel Hackmann eine E-Mail mit dem Hinweis, dass möglicherweise jemand in sein CircleCI-Konto eingedrungen war. Auslöser für die Benachrichtigung war ein von ihm eingerichtetes AWS CanaryToken. Der Eindringling hatte vermutlich den Köder in Form eines AWS-Schlüssels ausgelöst. Honeytokens oder Köder können in Systemen eingesetzt werden, um Eindringversuche zu erkennen und zu verhindern. Werden sie von Angreifern ausgelöst, können sie auf mögliche Sicherheitsverletzungen hinweisen. Eine Woche später empfahl CircleCI seinen Kunden, ihre Secrets zu rotieren – eine Reaktion auf den Sicherheitsvorfall, die dank eines durchdachten Secrets Managements möglich war. 

Secrets Management ist wichtig, weil es sensible Informationen schützt, die Einhaltung von Vorschriften sicherstellt, Skalierbarkeit ermöglicht und die Zusammenarbeit erleichtert.

  • Sicherheit: Secrets wie Passwörter, API-Schlüssel und kryptografische Schlüssel tragen zum Schutz von Anwendungen, Systemen und Daten bei. Werden sie kompromittiert, können Angreifer damit unbefugt auf Ressourcen oder Daten zugreifen. Das kann zu Datenpannen, Identitätsdiebstahl und weiteren Sicherheitsvorfällen führen. 

  • Compliance: Vorschriften wie die DSGVO, HIPAA und PCI-DSS verpflichten Unternehmen dazu, sensible Daten zu schützen und prüfbare Zugriffskontrollen bereitzustellen. Secrets Management kann Unternehmen dabei helfen, diese Anforderungen zu erfüllen und die Wirksamkeit ihrer Sicherheitskontrollen nachzuweisen.

  • Skalierbarkeit: Je komplexer Anwendungen und Systeme werden, desto schwieriger wird das Verwalten von Secrets. Mit Tools, die Secrets Management automatisieren und vereinfachen, bleiben Secrets auch in großem Umfang besser geschützt.

  • Zusammenarbeit: Secrets Management schafft einen Rahmen, in dem mehrere Teams sicher auf sensible Informationen zugreifen und zusammenarbeiten können. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Secrets nur autorisierten Benutzern und Anwendungen zur Verfügung stehen.

Herausforderungen beim Secrets Management

Unternehmen stehen beim Secrets Management häufig vor Herausforderungen. Dazu gehören:

  • Komplexität: In großen Infrastrukturen und Cloud-Native-Umgebungen wird Secrets Management zunehmend komplex. Den Überblick über alle Secrets zu behalten, die in mehreren Systemen und Plattformen verwendet werden, ist schwierig.

  • Manuelle Prozesse: Manuelle Prozesse beim Verwalten von Secrets sind zeitaufwendig und fehleranfällig. Das führt zu Ineffizienz, höheren Betriebskosten und Sicherheitsrisiken.

  • Widerruf: Nach einem Sicherheitsvorfall kann es schwierig sein, betroffene Secrets zu identifizieren und zu widerrufen – insbesondere in komplexen Umgebungen.

Sechs Best Practices für Secrets Management

Mit diesen sechs Best Practices schützen Sie Ihre Secrets und stellen zugleich sicher, dass autorisierte Personen effizient darauf zugreifen können:

  1. Zentralisieren und standardisieren: Ein zentralisiertes Secrets Management sorgt für Einheitlichkeit und Standardisierung im gesamten Unternehmen. So lassen sich Secrets in unterschiedlichen Systemen und Plattformen einfacher verwalten und sensible Daten besser einsehen und kontrollieren.

  2. Schlüssel und Anmeldedaten regelmäßig rotieren: Rotieren Sie Schlüssel und Anmeldedaten regelmäßig. So bleiben sie nach einem Verlust oder Diebstahl nur noch kurze Zeit gültig. Serverless-Anwendungen, Container und viele weitere moderne Apps sollten von Anfang an für die Schlüsselrotation ausgelegt sein. 

  3. Zugriffskontrolle: Gewähren Sie nur autorisierten Personen Zugriff auf Secrets – und nur, wenn sie diesen für ihre Arbeit benötigen. Ein strenger Schutz minimiert das Risiko unbefugten Zugriffs und stellt sicher, dass Secrets nur für den vorgesehenen Zweck verwendet werden.

  4. Automatisierung nutzen: Die Automatisierung des Secrets Managements senkt das Risiko menschlicher Fehler, steigert die Effizienz und verbessert die Sicherheit. Automatisierte Prozesse sorgen für einen einheitlichen Umgang mit Secrets und helfen dabei, interne Richtlinien durchzusetzen.

  5. Prüfen: Überprüfen Sie die Aktivitäten rund um das Secrets Management regelmäßig, um unbefugten Zugriff und die unzulässige Nutzung sensibler Daten zu erkennen und zu verhindern. So stellen Sie zugleich die Einhaltung interner Richtlinien und gesetzlicher Anforderungen sicher.

  6. Richtlinien: Definieren und dokumentieren Sie Richtlinien für das Secrets Management, damit alle Mitarbeitenden ihre Verantwortung und Pflichten im Umgang mit sensiblen Daten kennen. Überprüfen Sie die Richtlinien regelmäßig und schulen Sie Ihre Teams, damit alle über die neuesten Vorgehensweisen informiert sind. 

Die besten Tools für Secrets Management

Tools können das Secrets Management in Ihrem Unternehmen verbessern – auch dabei, Docker-Secrets zu schützen. Hier sind vier empfehlenswerte Lösungen.

  • Hashicorp Vault: Ein beliebtes Open-Source-Tool für Secrets Management, das Secrets sicher speichert und den Zugriff darauf regelt. Es unterstützt verschiedene Authentifizierungs- und Autorisierungsmethoden und lässt sich in unterschiedliche Cloud-Anbieter, Datenbanken und andere Systeme integrieren. Hashicorp Vault bietet außerdem umfassende Audit-Protokolle, dynamische Secrets und Verschlüsselung als Service.

  • AWS Secrets Manager: Ein vollständig verwalteter Service, der den Zugriff auf Ihre Anwendungen, Dienste und IT-Ressourcen schützt. Damit können Sie Secrets einfach rotieren, verwalten und abrufen. AWS Secrets Manager automatisiert das Secrets Management und stellt sicher, dass Secrets stets verschlüsselt, sicher und bei Bedarf verfügbar sind. 

  • Google Secret Manager: Der von Google angebotene Secret Manager ist ein sicheres und praktisches Speichersystem für API-Schlüssel, Passwörter, Zertifikate und andere sensible Daten. Er bietet eine zentrale, verlässliche Quelle, über die Sie Secrets in Google Cloud verwalten, abrufen und prüfen können.

  • Azure Key Vault: Ein cloudbasierter Service zur sicheren Speicherung und Verwaltung kryptografischer Schlüssel, Secrets und Zertifikate, die von Ihren Anwendungen und Diensten verwendet werden. Mit Azure Key Vault können Sie Schlüssel und Secrets einfach erstellen, speichern und verwalten sowie Daten verschlüsseln und Benutzer authentifizieren. Der Service bietet außerdem verschiedene Sicherheitsfunktionen, darunter rollenbasierte Zugriffskontrolle, Audit-Protokollierung und die Integration in andere Azure-Dienste.

Nächste Schritte: So unterstützt Snyk Sie beim Secrets Management 

Snyk eignet sich besonders für Audits. Unsere Lösungen stärken die Software-Supply-Chain-Sicherheit und die AppSec – mit konkreten Erkenntnissen und Empfehlungen, wie Sie Schwachstellen beheben, bevor Angreifer sie ausnutzen können, um auf Ihre Secrets zuzugreifen.

Snyk Code scannt Ihre Codebasis, um hartcodierte Secrets wie API-Schlüssel, Passwörter und andere sensible Informationen zu erkennen. So können Sie diese Secrets identifizieren und erfahren, wie Sie sie mit einem Secrets-Management-Tool sicher verwalten.

Mit Snyk Container und Snyk Open Source wählen Sie sichere Basis-Images und Pakete für Ihre Container aus. Beim Scannen dieser Komponenten kann Snyk Schwachstellen erkennen und Alternativen vorschlagen, die Ihre Angriffsfläche verkleinern und Exploits verhindern.

Auch Snyk IaC (Infrastructure as Code) kann Risiken vor und nach dem Deployment reduzieren. Das Tool scannt Ihren Infrastrukturcode auf bestimmte Arten hartcodierter Secrets, Fehlkonfigurationen und Schwachstellen, gibt Einblicke in Best Practices für Sicherheit und empfiehlt Maßnahmen, damit Ihre Infrastruktur sicher und compliant ist.

Vereinbaren Sie eine Live-Demo und erfahren Sie, wie Snyk Ihre Secrets schützt. Lesen Sie außerdem Best Practices für das Management von Kubernetes-Secrets, um Ihre Cybersicherheit auf die nächste Stufe zu heben.

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