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Schnell entwickeln, sicher bleiben: Leitplanken für KI-Coding-Assistenten

Artikel von
feature insights context

11. Juni 2025

0 Min. Lesezeit

KI-Coding-Tools sind da – und mit ihnen die Risiken

KI-Coding-Assistenten wie GitHub Copilot und Google Gemini Code Assist verändern die Arbeitsweise von Entwicklerinnen und Entwicklern: Sie beschleunigen die Bereitstellung, vermeiden repetitive Aufgaben und verschaffen Teams mehr Zeit für die Entwicklung.

Doch mehr Geschwindigkeit hat ihren Preis. Studien zeigen, dass etwa 27 % des KI-generierten Codes Schwachstellen enthalten – nicht, weil die Tools fehlerhaft sind, sondern weil sie Code schneller generieren, als die meisten Teams ihn überprüfen können. Das Ergebnis? Immer mehr unsicherer Code gelangt in die Produktion.

Wie können Sie also die Vorteile von KI nutzen, ohne Ihr Risiko zu erhöhen? Richtlinien sind ein wichtiger Bestandteil der KI-Governance und ein guter Ausgangspunkt. Doch wie setzen Sie diese Richtlinien konkret um?

Die Antwort ist einfach: Leitplanken.

Keine Regeln. Keine Einschränkungen. Sondern intelligente, entwicklerfreundliche Prüfungen, mit denen Sie KI sicher skalieren können.

Entdecken Sie die vier wichtigsten Arten von KI-Sicherheitsleitplanken und erfahren Sie, wie Sie Entwicklerinnen und Entwicklern die Einführung erleichtern. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lesen Sie unseren Implementierungsleitfaden mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Farbenfrohe Illustration eines KI-Coding-Assistenten mit Code, KI-Chips, Benutzer-Avataren, Sicherheits-Häkchen und Analyse-Diagrammen.

Beginnen Sie mit PR-Prüfungen – Ihrer ersten Verteidigungslinie

Eine der einfachsten und wirksamsten Möglichkeiten, Sicherheitsrisiken durch KI-generierten Code zu reduzieren, sind Prüfungen von Pull Requests (PRs). Die PR-Prüfungen von Snyk lassen sich direkt in Ihre bestehenden Entwicklungs-Workflows integrieren und scannen neuen Code auf Schwachstellen, bevor er in den Haupt-Branch übernommen wird. Sie sind einfach zu konfigurieren, zentral verwaltbar und liefern sofortiges Feedback – ein praktischer erster Schritt für Teams, die KI-Coding-Tools einführen.

Darüber hinaus ermöglicht Snyk Agent Fix Entwicklerinnen und Entwicklern, Schwachstellen in ihren PRs in Sekundenschnelle automatisch zu beheben. Die automatisch generierten und vorab validierten Korrekturen führen keine neuen Schwachstellen in Ihren Code ein. Kontextbezogene Erläuterungen helfen den Entwicklerinnen und Entwicklern, eine fundierte Entscheidung für ihre bevorzugte automatische Korrektur zu treffen.

Die PR-Prüfungen von Snyk zeigen außerdem alle nötigen Informationen an, um Sicherheitsprobleme zu beheben, ohne den PR zu verlassen. So werden sie nicht zum Hindernis: Entwicklerinnen und Entwickler können die gefundenen Schwachstellen sofort und schnell beheben und anschließend ohne Unterbrechung weiterarbeiten.

In Unternehmen mit komplexeren CI/CD-Umgebungen lassen sich PR-Prüfungen durch die Snyk-CLI-Integration in der Build-Pipeline ergänzen. So entsteht eine zweite Verteidigungsebene, die verhindert, dass riskanter Code vor der Bereitstellung durchrutscht.

Sichere KI-Entwicklung von Anfang an

Erfahren Sie, wie Sie Sicherheit in jeden Schritt Ihres KI-Entwicklungsworkflows integrieren – mit konkreten Umsetzungstipps von Expertinnen und Experten.

Diese Schutzmaßnahmen sind zwar wertvoll, reagieren jedoch letztlich erst im Nachhinein. Wenn ein Problem erkannt wird, hat die Entwicklerin oder der Entwickler den Code bereits geschrieben, getestet und möglicherweise Funktionen darauf aufgebaut. Eine Überarbeitung oder ein Refactoring zu diesem Zeitpunkt führt zu Verzögerungen, unterbricht den Arbeitsfluss und sorgt für Frust.

Sicherheitsprüfungen wie PR-Prüfungen sind unverzichtbar, machen aber nur einen Teil der Lösung aus. Um die sichere Einführung von KI wirklich zu unterstützen, müssen Unternehmen mit dem Tempo der KI Schritt halten und noch früher im Lebenszyklus ansetzen: Unsicheren Code stoppen, bevor er eingecheckt wird – nicht erst, bevor er zusammengeführt wird. Hier kommt Security Left ins Spiel.

Security Left spart Zeit: KI-Code von Anfang an absichern

PR-Prüfungen sind ein ausgezeichnetes Sicherheitsnetz, greifen jedoch erst, nachdem der Code eingecheckt wurde – oft zu spät, um kostspielige Überarbeitungen zu vermeiden. Die bessere Lösung? Security nach links verschieben und Schwachstellen direkt an der Quelle erkennen: während der Code geschrieben wird. Ergänzen Sie dies anschließend durch PR-Prüfungen und automatische Fehlerbehebungen in PRs als zusätzliche Sicherheitsebene, um alle verbleibenden Sicherheitsprobleme aufzudecken.

Um Schwachstellen im Quellcode zu erkennen, kommen die lokalen Scan-Funktionen von Snyk zum Einsatz. Ganz gleich, ob Entwicklerinnen und Entwickler Code in ihrer IDE schreiben oder ihn mit agentischen Tools wie Cursor oder GitHub Copilot generieren: Snyk kann den Code bereits während seiner Entstehung auf Sicherheitsprobleme prüfen.

Da die Erkennung von Problemen nur die halbe Lösung ist, ist Snyk Agent Fix auch in IDEs verfügbar und stellt Entwicklerinnen und Entwicklern automatische Korrekturen mit einer Genauigkeit von 80 % bereit – einschließlich aller oben genannten Funktionen von Snyk Agent Fix. Snyk übernimmt die Recherche, das Schreiben, Testen und Implementieren der Korrektur. Entwicklerinnen und Entwickler müssen nur die gewünschte Korrektur auswählen und mit einem Klick anwenden.

Abstrakte Illustration einer Code-Editor-Oberfläche mit </>-Symbolen, farbigen Codeblöcken und einem horizontalen Hervorhebungsbalken

Das Snyk-IDE-Plugin unterstützt Scans in Echtzeit direkt im Editor und erkennt Schwachstellen, bevor der Code überhaupt eingecheckt wird. Für flexiblere Workflows können Teams auch den lokalen MCP-Server von Snyk einsetzen. Er lässt sich in Agents und lokale Umgebungen integrieren und stellt sicher, dass KI-generierter Code von Anfang an getestet wird.

Das Ergebnis? Weniger böse Überraschungen im weiteren Entwicklungsverlauf, schnellere Bereitstellung, mehr Automatisierung und weniger Nacharbeit. 

Wichtig ist: Dieser Ansatz setzt dort an, wo Entwicklerinnen und Entwickler bereits arbeiten. Wenn Sicherheit in bestehende Workflows integriert wird, entstehen weniger Hindernisse statt zusätzlicher Aufwand. Die Installation des Plugins löst zwar nicht jedes Problem, ist aber ein entscheidender erster Schritt und schafft die Grundlage für eine umfassendere Einführung.

Motivieren statt vorschreiben: Einführung mit Anreizen

Verbindliche Vorgaben und strenge Richtlinien können kurzfristig erfolgreich sein, stoßen jedoch oft auf Widerstand und verringern das langfristige Engagement. Wenn Sie Sicherheitstools zusammen mit KI-Coding-Assistenten einführen, sollten Sie die Nutzung fördern, statt sie vorzuschreiben. Entwicklerinnen und Entwickler akzeptieren Leitplanken viel eher, wenn sie deren Nutzen erkennen und sie nach ihren eigenen Vorstellungen einsetzen können.

Eine wirksame Maßnahme ist, den Zugriff auf KI-Coding-Assistenten an die lokale Sicherheitskonfiguration zu knüpfen. Unternehmen können Entwicklerinnen und Entwickler beispielsweise bitten, einen Screenshot einzureichen, der die Installation und Konfiguration des Snyk-IDE-Plugins belegt, bevor sie eine Lizenz für GitHub Copilot oder Google Gemini Code Assist erhalten. Das ist eine unkomplizierte Bitte, die klare Erwartungen schafft: Wer leistungsstarke Tools zur Codegenerierung nutzt, ist auch dafür verantwortlich, die Ergebnisse lokal zu überprüfen. Dieses Modell nach dem Prinzip „erst Anreize schaffen“ ist einfach umzusetzen und fördert die richtigen Gewohnheiten.

Anschließend hilft das Prinzip „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, die Einführung zu festigen. Kombinieren Sie die Daten aus dem Snyk-Bericht zur IDE-Nutzung durch Entwicklerinnen und Entwickler mit den Admin-Protokollen Ihres KI-Coding-Assistenten. So erkennen Sie ganz einfach, wo KI-Tools ohne lokale Sicherheitsprüfungen genutzt werden, und können gezielt unterstützen, statt konfrontativ vorzugehen.

Illustration einer Rakete, die über einer Programmieroberfläche startet, mit einem Doktorhut-Symbol und Wolken, die die Szene umgeben

Machen Sie die Einführung noch einfacher, indem Sie Sicherheit von Anfang an in den Onboarding-Prozess integrieren. Vereinheitlichen Sie Entwicklungsumgebungen mit Tools wie GitHub Codespaces oder IDEs, die mit Containern interagieren, und installieren Sie das Snyk-Plugin standardmäßig.

Ergänzen Sie dies durch gezielte Schulungen wie Snyk Learns OWASP Top Ten for LLM and GenAI, um das Bewusstsein für KI-bezogene Risiken zu stärken. Die Plattform von Snyk integriert diese Lerninhalte ebenfalls in den Arbeitsalltag von Entwicklerinnen und Entwicklern. Sie verknüpft Schwachstellenmeldungen in der IDE und in PRs mit passenden, kurzen Snyk-Learn-Lektionen. So können Entwicklerinnen und Entwickler die gemeldeten Probleme verstehen, bevor sie sie mit Snyk Agent Fix automatisch beheben oder anhand von Anleitung und Beispielen aus der Praxis selbst Korrekturen erstellen.

Gemeinsam fördern diese Maßnahmen die Einführung und machen Sicherheit zu einer Unterstützung statt zu einem Hindernis. So wird sie dauerhaft zur Gewohnheit.

Zentrale Kontrolle, bedingter Zugriff

Unternehmen mit zentraler IT-Verwaltung können über reine Empfehlungen hinausgehen und Sicherheit mithilfe vorhandener Tools direkt in die Zugriffsprozesse integrieren. Wenn Ihr Team bereits Endpoint-Management-Tools wie Microsoft Intune, Jamf oder Citrix nutzt, können Sie den Zugriff auf KI-Tools bedingt freigeben – jedoch erst, wenn die Sicherheitslösungen von Snyk auf dem Gerät überprüft wurden. So entsteht ein reibungsloser Compliance-Prüfpunkt, der sicheres Verhalten mit Zugang zu Innovation belohnt.

Ebenso lassen sich Firewalls und Allow-Lists so konfigurieren, dass sie API-Aufrufe an Tools wie GitHub Copilot oder Google Gemini Code Assist blockieren, solange die erforderlichen Sicherheitsleitplanken – etwa das Snyk-IDE-Plugin oder ein lokaler MCP-Server – nicht erkannt werden. Diese Kontrollen auf Netzwerkebene dienen als Sicherheitsnetz und verhindern, dass KI-Unterstützung zum Sicherheitsrisiko wird.

Wichtig ist: Dabei handelt es sich nicht um drakonische Maßnahmen, sondern um pragmatische Kontrollen, die Vertrauen stärken. Statt KI-Tools grundsätzlich abzulehnen, lautet die Botschaft: „Ja – wenn es sicher ist.“ Das verändert die Perspektive: Sichere Workflows sind keine Geschäftskosten, sondern der Weg zu skalierbarer, verantwortungsvoller Innovation. 

Wenn Sie Umgebungen vorab mit KI-Coding-Tools und Sicherheits-Plugins ausstatten, läuft Sicherheit ganz selbstverständlich mit. Keine Hindernisse, kein Vergessen – sondern standardmäßig sichere Setups.

Cloudbasierte Code-Oberfläche mit farbigen Codezeilen, Warn- und Fehlersymbolen sowie Häkchen zur Veranschaulichung von Sicherheitsleitplanken für KI-gestütztes Coding

Sichere Innovation beginnt mit Integration

Sicherheitsleitplanken sollen Teams nicht ausbremsen und auch kein „Nein“ zu KI bedeuten. Sie ermöglichen ein sichereres und besser skalierbares „Ja“. Ob Ihr Unternehmen auf offene Tools setzt oder strenge IT-Kontrollen vorschreibt: Snyk bietet flexible, praxiserprobte Möglichkeiten, Sicherheit in Ihre Entwicklungs-Workflows zu integrieren.

Es geht nicht darum, Entwicklerinnen und Entwickler zu überwachen, sondern sie zu unterstützen und Teams zu befähigen, schneller zu arbeiten, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen. Von PR-Prüfungen über IDE-Plugins bis hin zu bedingtem Zugriff bietet jeder Integrationspunkt die Chance, Security Left umzusetzen und Risiken zu senken, bevor sie zum Problem werden.

Teams, die Produktivität und Sicherheit von Anfang an miteinander verbinden, schöpfen das volle Potenzial KI-gestützter Entwicklung aus: nicht nur schnelleren Code, sondern intelligentere und sicherere Software im großen Maßstab.

Möchten Sie tiefer einsteigen? Folgen Sie den konkreten Schritten in unserem vollständigen Implementierungsleitfaden, um Ihren KI-generierten Code abzusichern: „AI Code Guardrails: A Practical Guide for Secure Rollout“. Der Leitfaden richtet sich an Engineering-Verantwortliche und Security-Champions. Entdecken Sie Beispiele aus der Praxis, Strategien für die Einführung und Tipps, wie Sie Sicherheit skalieren, ohne Ihr Team auszubremsen.

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