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Von Risiko zu Resilienz: HIPAA-Standards in Ihrer App erfüllen

Artikel von

4. Juni 2025

0 Min. Lesezeit

Das Gesundheitswesen wächst rasant. Für die kommenden drei Jahre wird ein Wachstum von schätzungsweise 22,5 % prognostiziert (basierend auf einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7 % beim EBITDA der Kostenträger von 2023 bis 2028). Dieses Wachstum wird teilweise durch Software ermöglicht, die die nötige Automatisierung und die erforderlichen Tools bereitstellt, um Patienten effizient zu versorgen. Um jedoch im US-amerikanischen Gesundheitswesen eingesetzt zu werden, muss Software dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) entsprechen. Leider werden nicht alle Softwarelösungen diesen Anforderungen gerecht: 85 % der Datenschutzverletzungen im Gesundheitswesen waren 2024 auf Hackerangriffe und IT-Vorfälle zurückzuführen. Viele davon hätten sich mit einem besseren Sicherheitsdesign und geeigneten Verfahren verhindern lassen. Allein in den USA waren 2024 insgesamt 276,7 Millionen Datensätze betroffen.

Die Einhaltung der HIPAA-Standards garantiert nicht, dass Ihre Anwendung nicht angegriffen wird. Sie macht sie aber sicherlich zu einem schwierigeren Ziel. In diesem Artikel beleuchten wir die Herausforderungen bei der Entwicklung einer HIPAA-konformen Anwendung und geben konkrete Empfehlungen für die Entwicklungsphase.

HIPAA-Konformität ist anspruchsvoll

Die HIPAA-Konformität zu erreichen, ist eine große Herausforderung. Die komplexen Vorschriften regeln alles – von der Datenübertragung bis hin zur detaillierten Nachverfolgung von Datenzugriffen. HIPAA schreibt zahlreiche Sicherheitskontrollen vor, lässt Unternehmen jedoch viel Spielraum bei der Entscheidung, welche Maßnahmen zum Schutz der Daten angemessen und erforderlich sind. Das kann bei einem Standard, der sowohl die IT-Infrastruktur als auch den Umgang der Benutzer mit geschützten Gesundheitsdaten (PHI) umfasst, sehr komplex sein. Verstöße gegen diese Compliance-Anforderungen können hohe Geldstrafen nach sich ziehen. In einigen aktuellen Vergleichen beliefen sich die Beträge auf 141 bis 2.134.831 US-Dollar pro Verstoß.

Was angemessen ist, ist nicht immer klar

Eine der verwirrendsten Herausforderungen für Unternehmen, die die HIPAA-Sicherheitsvorgaben erfüllen möchten: Die meisten Leitlinien basieren auf der Umsetzung „angemessener“ Sicherheitsmaßnahmen. Welche Maßnahmen angemessen sind, lässt sich nur anhand des individuellen Risikoprofils eines Unternehmens beurteilen. Häufig führen Unternehmen hierfür eine Selbsteinschätzung durch, um festzustellen, was in ihrer Umgebung als angemessene Sicherheit gilt.

HIPAA verlangt regelmäßige Risikobewertungen, um Systemschwachstellen zu erkennen und zu beheben, eine wirksame Risikoanalyse sicherzustellen und ein angemessenes Sicherheitsniveau aufrechtzuerhalten. Dazu gehören regelmäßige Sicherheitstests, einschließlich Penetrationstests und Schwachstellenbewertungen, um PHI dauerhaft zu schützen. Darüber hinaus müssen betroffene Einrichtungen über robuste Verfahren für das Schwachstellenmanagement verfügen. Dazu gehört, Sicherheitslücken zu erkennen, zu melden und zu beheben sowie Systeme durch Patch-Management auf dem neuesten Stand zu halten.

Welche Anforderungen sind verbindlich?

Auch wenn „angemessene“ Sicherheit im Rahmen von HIPAA vage erscheinen mag, gibt es einige verbindliche Regeln, die fast immer für alle gelten und bei der Compliance nicht verhandelbar sind. Dazu gehört zunächst, Daten sowohl im Ruhezustand als auch bei der Übertragung zu verschlüsseln, um Patientendaten vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Zugriffskontrollen ergänzen diese Maßnahme und stellen sicher, dass nur autorisierte Personen auf sensible Informationen zugreifen können. Audit-Kontrollen bieten eine weitere Schutzebene, indem sie Zugriffe und Änderungen an Gesundheitsdaten protokollieren und so Verantwortlichkeit und Sicherheit stärken.

Schwachstellentests ergänzen diese Kontrollen und helfen, potenzielle Risiken zu verringern, indem sie die Hardware- und Softwareinfrastruktur auf bekannte Schwachstellen überprüfen. Ohne proaktive Analyse von Softwareschwachstellen kann entwickelter Code mit bekannten Sicherheitslücken in die Produktion gelangen. Das kann zu einer Datenschutzverletzung und zur Nichteinhaltung von HIPAA führen.

HIPAA-Konformität für Ihre App erreichen

Um Ihre Anwendung HIPAA-konform zu gestalten, benötigen Sie einen strategischen und strukturierten Ansatz. Beginnen Sie mit einer umfassenden Checkliste, die alle HIPAA-Anforderungen abdeckt. Konzentrieren Sie sich zunächst auf die verbindlichen Regeln, etwa Schwachstellentests, Verschlüsselung bei der Datenübertragung, Zugriffs- und Audit-Kontrollen sowie Datensicherungsverfahren. Sie bilden die Grundlage Ihrer Compliance-Strategie. Sobald diese Kernmaßnahmen sicher umgesetzt sind, können Sie Ihre Bemühungen um gezielte Test- und Behebungsprozesse erweitern.

Sorgfalt bei der Entwicklung nachweisen

Um HIPAA-Konformität zu erreichen, ist nachweisbare Sorgfalt beim Schwachstellenmanagement entscheidend. Dieser Prozess darf keine einmalige Maßnahme sein, sondern muss fester Bestandteil des Entwicklungslebenszyklus werden. Regelmäßige Tests, die über oberflächliche Prüfungen hinausgehen, sind unverzichtbar. Dabei geht es nicht nur darum, den Code auf Schwachstellen zu untersuchen. Auch offengelegte APIs und andere potenzielle Schwachstellen müssen eingehend analysiert werden. Dieser umfassende Ansatz stellt sicher, dass alle Schwachstellen erkannt, nachverfolgt und wirksam verwaltet werden.

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Snyk API & Web ist ein umfassendes Tool für die Entwicklung HIPAA-konformer Anwendungen. Es geht über grundlegende Compliance hinaus und scannt auf mehr als 3.000 Schwachstellen, darunter kritische wie SQL-Injections und Cross-Site-Scripting (XSS), die mit den OWASP Top 10 abgeglichen werden. 

Wenn Sie Snyk API & Web in Ihren Entwicklungsprozess integrieren, sparen Sie Zeit und Geld: Die automatisierten, kontinuierlichen Sicherheitsscans helfen Ihnen, potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. So können Webanwendungen elektronische geschützte Gesundheitsdaten (ePHI) sicher speichern – zum Vorteil der Entwickler und Patienten, die auf diese Anwendungen vertrauen.

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