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Snyks Leitfaden zum Offenlegen von Pronomen

feature pronouns

9. Juni 2022

0 Min. Lesezeit

Pronomen. Im Englischunterricht haben wir ihre grundlegende grammatische Funktion gelernt: Sie verweisen auf eine sprechende Person oder auf jemanden beziehungsweise etwas, über das gesprochen wird. Geschlechtsspezifische Pronomen haben jedoch eine tiefere Bedeutung für die Identität.

Als Teil des geschlechtlichen Selbstausdrucks sind Pronomen entscheidend für eine respektvolle Kommunikation. Zwar werden sie häufig im Zusammenhang mit trans- und nichtbinären Communities thematisiert, doch wir alle haben und verwenden geschlechtsspezifische Pronomen.

Ob Sie sich als cisgeschlechtlich identifizieren oder irgendwo unter dem Dach geschlechtsnonkonformer Identitäten verorten: Wenn Sie Ihre Pronomen früh und regelmäßig mitteilen, erleichtern Sie allen das Leben. Zum Pride Month sprechen wir darüber, warum Pronomen wichtig sind, welche Vorteile es hat, sie offenzulegen, und was Sie tun können, wenn Ihnen ein Fehler unterläuft.

Warum sie wichtig sind

Viele von uns sind mit der Vorstellung aufgewachsen, dass Geschlecht – und damit auch geschlechtsspezifische Pronomen – binär ist. Er/sein und sie/ihr galten als die wichtigsten Optionen. Anhand des äußeren Erscheinungsbilds sollten wir dann erkennen, welcher Gruppe eine Person angehört. Tatsächlich lässt sich jedoch nicht wissen, wie sich jemand identifiziert oder welche Pronomen die Person bevorzugt, ohne sie danach zu fragen oder es direkt von ihr zu erfahren. Kleidung, Aussehen oder Sprechweise verraten nichts darüber, welchem Geschlecht sich jemand zugehörig fühlt und wie die Person angesprochen werden möchte.

Manche Menschen identifizieren sich ihr ganzes Leben lang mit demselben Geschlecht, während andere einmal oder mehrmals zu einer Identität wechseln, die besser widerspiegelt, wer sie sind. Manche verwenden einen Satz Pronomen (z. B. sie/ihr oder they/them), andere identifizieren sich mit mehreren Pronomen (z. B. he/they, they/ze, he/she/they) und haben möglicherweise eine Präferenz dafür, welche Pronomen für sie verwendet werden.

Bei Geschlechtsidentität und Pronomengebrauch ist nichts selbstverständlich. Wenn wir auf Annahmen und Vermutungen verzichten, fördern wir die Kommunikation und das gegenseitige Verständnis – am Arbeitsplatz und darüber hinaus.

Eine einfache Lösung

Eine der einfachsten Möglichkeiten, das Verständnis für geschlechtsspezifische Pronomen zu fördern, besteht darin, sie in Ihren verschiedenen Profilen anzugeben. Wahrscheinlich ist Ihnen in Apps wie Slack oder LinkedIn schon das Feld „Bevorzugte Pronomen“ aufgefallen. Vielleicht haben Sie auch Benachrichtigungen von Kolleginnen und Kollegen erhalten, die ihre Pronomen hinter ihrem Namen angeben (z. B. Snyks Maskottchen Patch (he/they)). Besonders hilfreich ist es, die Pronomen direkt im Namen aufzuführen, damit sie sofort sichtbar sind.

Am Anfang mag es ungewohnt erscheinen, die eigenen Pronomen ausdrücklich anzugeben – besonders, wenn Sie das noch nie getan haben oder cisgeschlechtlich sind. Damit helfen Sie jedoch Ihren Kolleginnen und Kollegen und unterstützen die LGBTQIA+-Community.

Niemand möchte eine Person versehentlich falsch geschlechtlich ansprechen. Wenn Sie Ihre Pronomen mitteilen, lässt sich das nicht nur bei Ihnen selbst verhindern, sondern auch die Anspannung und Sorge der Menschen verringern, die Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Das ist vergleichbar mit den Anreden Ms. und Mrs.: Anhand eines Slack-Profils können Sie nicht erkennen, ob jemand verheiratet ist. Trotzdem möchten Sie die Person nicht mit der falschen Anrede respektlos behandeln. Bei Pronomen ist es genauso. Wenn Sie Ihre bevorzugten Pronomen angeben – so wie Sie vielleicht eine Anrede nennen würden –, wissen andere genau, wie sie Sie am besten ansprechen.

Was tun, wenn Ihnen ein Fehler unterläuft?

Sie wissen Bescheid, haben aber trotzdem versehentlich die falschen Pronomen für eine Person verwendet. Was nun? Die Antwort ist zum Glück ganz einfach: Entschuldigen Sie sich. Fehler passieren uns allen, und jemanden versehentlich mit den falschen Pronomen anzusprechen ist etwas ganz anderes, als es absichtlich zu tun. Am besten entschuldigen Sie sich aufrichtig und machen dann weiter. Sich mehrfach zu entschuldigen, in Panik zu geraten oder aus einem ehrlichen Fehler ein großes Thema zu machen, hilft niemandem. Im Gegenteil: Oft wird die Situation für die falsch angesprochene Person dadurch noch verletzender und unangenehmer. Eine einfache, aufrichtige Entschuldigung genügt.

Das sollten Sie mitnehmen

Jedes Mal, wenn wir unsere Pronomen im Profilnamen oder in persönlichen Gesprächen angeben (z. B. „Hallo, ich bin Patch! Meine Pronomen sind he/they.“), machen wir einen weiteren Schritt hin zu einem inklusiveren und ganzheitlicheren Verständnis von Geschlecht. Und jeder noch so kleine Einsatz macht einen Unterschied.

Nutzen Sie diesen kurzen Leitfaden des LGBTQ+ Resource Center der University of Wisconsin Milwaukee als praktische Hilfe zum Gebrauch von Pronomen und zu einigen weniger gebräuchlichen Optionen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Aspekten von Geschlecht und ihrem Einfluss auf die ganzheitliche Identität einer Person finden Sie auf genderspectrum.org.

Anleitung zu Pronomen mit Beispielen für Subjekt-, Objekt-, Possessiv- und Reflexivpronomen sowie dem Hinweis, Menschen zu fragen, welche Pronomen sie verwenden.
Tabelle mit Personalpronomen in fünf Spalten, darunter Subjekt-, Objekt-, Possessiv- und Reflexivformen.

Werden Sie aktiv

Schließen Sie sich anderen Snykern an: Gemeinsam wollen wir im Laufe des Monats mit unserer PRIDE-Aktionskampagne 1.000 aufklärende Aktionen für die LGBTQIA+-Community umsetzen. Wenn wir unser Ziel bis zum 30. Juni erreichen, leistet Snyk Impact eine Spende an OutRight Action International. Außerdem verdoppelt Snyk Mitarbeiterspenden an berechtigte LGBTQIA+-Wohltätigkeitsorganisationen über unsere Spendenplattform Deed bis zu einem Betrag von 500 USD pro Jahr.

Pop-up, das Nutzer dazu auffordert, ihre Pronomen in Gmail, LinkedIn, Zoom, Instagram und Facebook anzugeben

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