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Wie wir Inklusion in unseren Stellenbeschreibungen fördern

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Francesca Scantlebury

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6. November 2020

0 Min. Lesezeit

Stellenbeschreibungen sind eine knifflige Sache. Auf einer einzigen Seite die Rolle einer Person, ihr zukünftiges Team, die Unternehmenskultur sowie alle damit verbundenen Aufgaben und Möglichkeiten zusammenzufassen, kann schwierig sein.

Wenn Führungskräfte vor dem Verfassen einer Stellenbeschreibung über die ideale Kandidatin oder den idealen Kandidaten nachdenken, konzentrieren sie sich häufig auf die Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die für bestmögliche Arbeit erforderlich sind. Anders gesagt: Sie beginnen zunächst nicht voreingenommen.

Spiegelt sich das auch immer in der Stellenbeschreibung wider? Die Antwort lautet: definitiv nicht!

Eine Studie der US-amerikanischen Jobplattform ZipRecruiter ergab eine erstaunliche Zahl: In über 90 % der Stellenbeschreibungen aus den Bereichen Wissenschaft, Ingenieurwesen und Technologie wurde eine männlich geprägte Sprache verwendet.

Auch wenn viele Technologieunternehmen Vielfalt und Inklusion in ihrer Unternehmenskultur priorisieren, spiegelt sich das nicht unbedingt in ihren Stellenbeschreibungen wider. Dafür kann es viele Gründe geben: Die verfassende Person nimmt sich vielleicht nicht genug Zeit und erstellt die Stellenbeschreibung schnell, übernimmt bekannte Anforderungen (wer hat nicht schon einmal „ist ein Teamplayer“ gelesen?) oder ist sich voreingenommener Sprache und ihrer möglichen Wirkung auf Leserinnen und Leser nicht bewusst.

Letztlich kann das dazu führen, dass sich Leserinnen und Leser nicht angesprochen fühlen, großartige neue Mitarbeitende verloren gehen und alle guten Initiativen für Diversity & Inclusion in einem Unternehmen von Anfang an ihre Wirkung verfehlen. Auch wenn es wie ein kleiner Schritt zur Förderung von Diversity & Inclusion in unserer Unternehmenskultur wirkt: Snyk nimmt sich gezielt Zeit dafür, inklusive Stellenbeschreibungen zu erstellen – und es richtig zu machen.

So fördern wir Inklusion in unseren Stellenbeschreibungen:

1. Wir achten darauf, dass die „Anforderungen“ wirklich notwendig sind

Wir kennen das alle: Man liest die Anforderungen in einer Stellenbeschreibung und hat das Gefühl, dass niemand diese scheinbar unerfüllbaren Erwartungen erfüllen kann. Eine weniger erfreuliche Tatsache: Studien zeigen, dass Männer sich auf eine Stelle bewerben, wenn sie glauben, 60 % der genannten Kriterien zu erfüllen. Frauen bewerben sich dagegen nur, wenn sie alle Kriterien erfüllen. Um das zu vermeiden, ermutigen wir bei Snyk unsere Führungskräfte, zwischen dem wirklich „Notwendigen“ und dem tatsächlich „Wünschenswerten“ zu unterscheiden.

2. Wir vermeiden geschlechtsspezifische Sprache

Viele Wörter und Formulierungen werden im Laufe der Zeit gesellschaftlich als männlich oder weiblich konnotiert. Zu den häufig männlich konnotierten Begriffen in Stellenbeschreibungen gehören Formulierungen, die typischerweise auf die Fähigkeit schließen lassen, zu argumentieren, zu interpretieren und strategisch zu denken – zum Beispiel „kompetent“ oder „athletisch“. Weiblich konnotierte Begriffe wiederum stehen meist mit Empathie und einem Fokus auf Beziehungen in Verbindung, etwa „kooperativ“, „mitfühlend“ und „unterstützend“. Um diesen Stereotypen so weit wie möglich entgegenzuwirken, verwenden wir in unseren Stellenbeschreibungen geschlechtsneutrale Alternativen und prüfen vor der Veröffentlichung, ob unsere Formulierungen männlich oder weiblich geprägt sind.

 3. Wir haben einschüchternde Formulierungen entfernt

Begriffe und Formulierungen wie „Top-Performer“ oder „Rockstars“ werden meist nicht verwendet, um gezielt ein bestimmtes Geschlecht anzusprechen. In der Regel versuchen Führungskräfte damit einfach, eine Stelle besonders spannend klingen zu lassen. Dennoch wissen wir, dass solche Sprache auch schaden kann. Ein „Tech-Guru“ oder „Ninja“ mag für manche unterhaltsam und kreativ klingen, für andere aber eine mögliche Hürde darstellen. Daten zeigen, dass Frauen sich oft selbst aus dem Bewerbungsprozess ausschließen, wenn sie solche Begriffe lesen. Deshalb beschreiben wir die Stelle stattdessen – auch wenn das vielleicht „nüchterner“ klingt – genau mit der Berufsbezeichnung, die Sie erhalten werden.

4. Wir nehmen eine Erklärung zu Vielfalt auf

Das mag einfach klingen, aber es ist uns wichtig, in all unseren Stellenbeschreibungen eine offene Verpflichtung zu Vielfalt und eine klare Erklärung dazu aufzunehmen. Menschen, die in der Technologiebranche traditionell unterrepräsentiert sind, möchten wir damit willkommen heißen und unmissverständlich zeigen, dass wir möchten, dass Sie sich bewerben.

5. Wir schulen zu inklusiven Stellenbeschreibungen

Schließlich schulen wir bei Snyk alle Führungskräfte, die Einstellungen verantworten, darin, inklusive Stellenbeschreibungen zu verfassen, und erläutern, warum das wichtig ist. Wir hinterfragen unsere unbewussten Vorurteile, regen alle dazu an, über Verbesserungsmöglichkeiten für ihre Stellenbeschreibungen nachzudenken, und investieren die nötige Zeit und Mühe, um Veränderungen umzusetzen.

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