Skip to main content

KI-Sicherheit skalieren: Wie Evo neue agentische Tools ergänzt

Artikel von

24. November 2025

0 Min. Lesezeit

Die Einführung von Aardvark durch OpenAI sorgte in der AppSec-Community sofort für Aufmerksamkeit. Als neuer „Security Agent“ soll das Tool große Teile des Application-Security-Lebenszyklus automatisieren – von Threat Modeling und Codeanalyse bis hin zu Fixes für Pull Requests. Der ambitionierte Versuch: die Arbeit einer Vollzeit-Sicherheitsforscherin oder eines Vollzeit-Sicherheitsforschers direkt in der Entwicklungspipeline nachzubilden.

Die zentrale Aussage setzte den Ton: eine Erfolgsquote von 92 Prozent bei der Analyse von Open-Source-Commits. Für Teams, die Mühe haben, mit schnellen Releases und wachsenden Codebasen Schritt zu halten, ist ein Tool, das Probleme in Echtzeit erkennt und Fixes vorschlägt, verständlicherweise attraktiv.

Mit dem Interesse kommen auch Fragen auf. Agentische Sicherheit bringt Systeme ins Spiel, die Probleme nicht nur erkennen, sondern auch Schlussfolgerungen ziehen und handeln. Das wirft Fragen zu Zuverlässigkeit, Workflow-Integration und dem Autonomiegrad auf, den Teams in Produktionsprozesse einbinden möchten.

Dennoch signalisiert Aardvark einen Richtungswechsel. Das Tool zeigt, dass führende KI-Unternehmen inzwischen erkennen, wie wichtig es ist, Sicherheit direkt in den Software-Lebenszyklus einzubetten – insbesondere, da KI-generierter Code zum Alltag wird. Es ist ein klares Signal: Die Zukunft der Entwicklung erfordert eine umfassendere und intelligentere Sicherheitsautomatisierung.

Aardvark: Hype und Realität

Aardvark hat Interesse geweckt, doch die Realität agentischer Sicherheit in Enterprise-Pipelines ist komplexer. Eine hohe Genauigkeit ist vielversprechend, aber selbst eine moderate Zahl falsch positiver Ergebnisse kann Entwicklerzeit aufzehren. Teams arbeiten schnell, und jeder störende Alarm verursacht Reibung und Kosten.

Auch die Konsistenz stellt eine Herausforderung dar. LLM-basiertes Scanning kann bei wiederholten Durchläufen unterschiedliche Ergebnisse liefern. Dadurch lässt sich nur schwer überprüfen, ob ein Fix ein Problem tatsächlich behebt oder ob das Modell lediglich seine Interpretation ändert. Ohne stabile Ergebnisse wird das Nachverfolgen der Behebung zum Ratespiel.

Workflows aus der Praxis erhöhen den Druck zusätzlich. Enterprise-Pipelines sind auf Ausnahmen, Freigaben und Kontext angewiesen, die eine Automatisierung berücksichtigen muss. Ein Security Agent kann zwar einen PR erstellen, doch Teams müssen ihn weiterhin in ihren bestehenden Prozessen validieren.

Auch die Geschwindigkeit zählt. OpenAI äußerte sich nicht zur Performance. Langsames Scanning könnte jedoch zu Lücken in der Abdeckung führen – ein erhebliches Risiko, wenn KI-Systeme sich schnell aktualisieren und mit sensiblen Daten interagieren.

Auch der Umfang ist begrenzt. Aardvark konzentriert sich auf Open-Source-Commits und lässt Bereiche wie dynamisches Testing, Abhängigkeitsanalysen und Multi-Service-Architekturen als mögliche Chancen für Partner offen. Auch die Kosten können ein Faktor sein: Einige autonome Tools rechnen pro Token ab, wodurch sich kontinuierliches Scanning in großem Maßstab möglicherweise nur schwer aufrechterhalten lässt.

Das ist ein vielversprechender Schritt. Doch bis agentische Sicherheit den Anforderungen von Unternehmen im großen Maßstab gerecht wird, müssen noch einige Lücken geschlossen werden.

Wie Snyk umfassende Unterstützung bietet

Agentische Sicherheit gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit, doch Snyk hat sich schon lange vor dem Start von Aardvark auf dieses Gebiet vorbereitet. Die Vorteile von Snyk werden deutlich, wenn Sie betrachten, wie die Plattform Entwicklerinnen und Entwickler vom ersten Moment der Codeerstellung an unterstützt. Sie lässt sich auf die Komplexität von Enterprise-Umgebungen skalieren und bietet die Governance-Struktur, auf die Unternehmen angewiesen sind, um auch bei hohem Tempo sicher zu bleiben.

Stärke an der Quelle: Code von Anfang an schützen

Agentische Tools analysieren Code erst nach dem Commit. Snyk setzt den Schutz dagegen viel früher im Lebenszyklus an. Durch das Scannen von Code während der Erstellung – einschließlich KI-generiertem Code – erkennt Snyk Probleme, bevor sie Nacharbeit, Blockaden bei Pull Requests oder Produktionsrisiken verursachen. Dieser Ansatz, Sicherheit von Anfang an mitzudenken, hält die Entwicklung in Bewegung und minimiert die Reibung, die häufig mit späten Sicherheitsprüfungen einhergeht.

Evo by Snyk geht noch einen Schritt weiter: Die Lösung integriert und orchestriert die deterministischen, regelbasierten Engines von Snyk (DeepCode, SCA und weitere) in einem einheitlichen Workflow. Statt sich auf die Wahrscheinlichkeiten eines unregulierten LLM zu verlassen, stützt Evo jeden Schritt auf verifizierte Ergebnisse dieser Engines. So bleiben die Ergebnisse reproduzierbar, auch wenn LLMs eine natürliche Variabilität mit sich bringen. Dieselbe Datei, dasselbe Modell oder derselbe Agent-Workflow führt zu denselben Schlussfolgerungen, denn Evo prüft anhand bekannter Standards, statt zu raten. So können Sicherheitsteams Fixes zuverlässig validieren, den Fortschritt nachverfolgen und Ergebnisse über Branches hinweg vergleichen – und Entwickler erhalten klares, konsistentes Feedback.

Da Snyk Sicherheitsleitplanken direkt in die Tools integriert, die Entwickler bereits nutzen, wird Sicherheit zu einem natürlichen Teil des Erstellungsprozesses. Statt Workflows zu unterbrechen, unterstützt Snyk sie und macht sicheres Programmieren zum Standard statt zu einem zusätzlichen Schritt.


Skalierbarkeit und Tiefe für die Realität in Unternehmen

KI-native Systeme bringen Anforderungen mit sich, die über das Scannen einzelner Commits hinausgehen. Evo wurde genau für diese Anforderungen entwickelt. Die mehrschichtige KI-Bedrohungserkennung analysiert Modelle, Agents, Konnektoren und Code in Echtzeit und macht neu entstehende Risiken sichtbar, sobald sie auftreten. Mit einem Durchsatz von bis zu einer Million Dateien pro Sekunde können Teams dynamische Umgebungen überwachen, ohne den Anschluss zu verlieren.

Diese Grundlage wird durch die ausgereiften Testfunktionen von Snyk ergänzt. Während agentische Sicherheitstools noch lernen, dynamisches Verhalten und Abhängigkeitsketten zu interpretieren, blicken die DAST- und SCA-Engines von Snyk auf jahrelange Weiterentwicklung im Produktiveinsatz zurück. Sie bewältigen Web-Services, Microservices, Drittanbieterbibliotheken und komplexe Abhängigkeitsgraphen, die reale Enterprise-Architekturen prägen.

Snyk ist bereits in mehr als 4.700 Unternehmen im Einsatz und fügt sich daher nahtlos in etablierte CI/CD-Workflows ein. Die Plattform ist bereits in Branching-Strategien, Code-Reviews, Freigabemuster und Deployment-Sicherheitsleitplanken eingebunden. Diese Integrationsreife lässt sich nicht über Nacht nachbilden – unabhängig davon, wie leistungsfähig ein agentisches Tool auf dem Papier erscheint.

Governance, Behebung und Kostensicherheit

Sicherheit endet nicht mit dem Auffinden einer Sicherheitslücke. Unternehmen sind weiterhin auf Governance angewiesen: Richtlinienkontrollen, Auditierbarkeit, Reporting und menschliche Aufsicht. All das bietet Snyk nativ. Die Plattform gibt Teams die nötige Struktur, um Compliance durchzusetzen, Risiken zu verwalten und sicherzustellen, dass Sicherheitsentscheidungen einer Prüfung standhalten.

Auch bei der Behebung gibt es einen entscheidenden Vorteil. Aardvark kann Patches vorschlagen, Snyk liefert dagegen validierte, gebündelte Fix-Empfehlungen, denen Entwickler vertrauen. Diese Engines sind für reale Workflows entwickelt: Sie gewährleisten Kompatibilität und berücksichtigen die Muster einer Organisation, statt lediglich einen Codeausschnitt zu generieren und auf das Beste zu hoffen.

Anders als Preismodelle auf Token-Basis, die kontinuierliches Scanning unerschwinglich machen können, vermeidet der Ansatz von Snyk unvorhersehbare Kosten. Teams können den Schutz ausweiten, ohne sich Sorgen zu machen, dass jeder zusätzliche Scan oder Commit die Rechnung in die Höhe treibt.

Der Vorteil von Reife und Spezialisierung

Snyk bietet eine Plattform mit technischer Tiefe und der nötigen Reife für große Unternehmen. Aardvark bringt agentische AppSec voran, doch seine aktuellen Funktionen erfüllen nicht die Anforderungen an Governance, Konsistenz und operative Strenge in Enterprise-Umgebungen. Snyk setzt weiterhin Maßstäbe: mit Schutz, der bereits während der Codeerstellung greift, Skalierbarkeit für komplexe Umgebungen sowie Governance und Konsistenz, auf die Teams angewiesen sind, um schnell voranzukommen und die Kontrolle zu behalten.

Aardvark signalisiert eine starke Nachfrage nach dem Schutz KI-nativer Software

Aardvark spiegelt das wachsende Interesse an stärker automatisierten Sicherheits-Workflows wider. Das Tool zeigt, dass führende Unternehmen inzwischen den Wert von Lösungen erkennen, die Schlussfolgerungen ziehen, handeln und Teams dabei unterstützen, die Lücke zwischen Erkennung und Behebung zu schließen. Für viele Unternehmen bedeutet dieser Wandel, dass AppSec in eine neue Phase eintritt.

Was wie eine Disruption wirkt, ist für Snyk eine Bestätigung. Die zentralen Bestandteile agentischer Sicherheit sind bereits in der Plattform vorhanden: Echtzeitanalyse, konsistente Ergebnisse und Workflow-native Sicherheitsleitplanken, die darauf ausgelegt sind, wie Entwickler Software bereitstellen. Der Weg hin zu autonomeren, kollaborativen Modellen ist eine natürliche Weiterentwicklung dessen, was Snyk heute bietet.

Aardvark macht auch deutlich, welche Herausforderungen diese Agents noch bewältigen müssen: Aufsicht, Vertrauen, Reproduzierbarkeit und die Integration in umfassendere Governance-Programme. So vielversprechend diese neue Kategorie ist – Unternehmen werden weiterhin die Stabilität und Struktur benötigen, die ausgereifte Plattformen bieten.

Aardvark bestätigt die Richtung, in die sich Snyk seit Jahren entwickelt: intelligente Automatisierung kombiniert mit der Kontrolle, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit, auf die Unternehmen angewiesen sind.

Der Blick nach vorn: Zusammenarbeit statt Wettbewerb

Agentische Sicherheit stößt auf wachsendes Interesse, und dieser Wandel führt häufig dazu, dass Teams Tools direkt miteinander vergleichen. Zielführender ist jedoch der Blick auf die Zusammenarbeit. Jedes Tool deckt andere Bereiche des AppSec-Lebenszyklus ab. Zusammengenommen geben sie einen Ausblick auf eine Zukunft, in der Automatisierung und Governance einander stärken, statt um dieselben Aufgaben zu konkurrieren.

Stellen Sie sich einen Workflow vor, in dem Evo als Intelligenzschicht kontinuierlich Sicherheitslücken aufdeckt, sie nach Risiko klassifiziert und Richtlinien für Code, Modelle, Agents und Pipelines durchsetzt. Im selben Lebenszyklus übernimmt Aardvark die Aktionsschicht und erstellt Patches oder Pull Requests, sobald ein Problem erkannt wird. Anschließend prüft Evo erneut, ob die Fixes mit den Unternehmensrichtlinien übereinstimmen, verifiziert die Compliance, verfolgt Ausnahmen nach und erhält die Governance-Struktur aufrecht, auf die Unternehmen angewiesen sind.

Zusammen schaffen sie einen schnellen und zuverlässigen Workflow. Entwickler profitieren von automatisierter Behebung, ohne auf die Stabilität und Aufsicht ausgereifter, Enterprise-tauglicher Workflows verzichten zu müssen. Agentische Tools übernehmen repetitive Aufgaben. Snyk stellt sicher, dass die Ergebnisse konsistent, nachvollziehbar und auf die Anforderungen der Praxis abgestimmt sind.

Im Laufe der Zeit könnten sich diese Systeme sogar gegenseitig stärken. Feedbackschleifen zwischen der Richtlinienintelligenz von Evo und den Behebungsergebnissen eines Agents können beide intelligenter, präziser und besser auf die tatsächliche Softwareentwicklung von Teams abstimmen. Diese Zukunft ist nicht von Verdrängung geprägt, sondern von Zusammenarbeit: Automatisierung beschleunigt die Arbeit, während Plattformen wie Snyk alles auf Vertrauen und Kontrolle ausrichten.

Sicherheit durch Zusammenarbeit weiterentwickeln

Agentische Tools wie Aardvark sind ein bedeutender Schritt nach vorn, ersetzen jedoch nicht die Struktur und Stabilität, die Enterprise-AppSec erfordert. Erkennung, Governance, Validierung und die umfassende Integration in Pipelines bilden weiterhin das Fundament jedes wirksamen Sicherheitsprogramms – und in diesen Bereichen ist Snyk weiterhin führend. Evo sorgt dafür, dass Teams ihre Risiken stets verstehen, konsistente Ergebnisse erhalten und die Kontrolle über Code, Modelle, Agents und Workflows behalten.

Während Aardvark das wachsende Interesse an KI-gestützter Sicherheit auf Commit-Ebene signalisiert, nutzt Evo die jahrzehntelange Forschung von Snyk und praxiserprobte Engines für einen umfassenden Überblick über die gesamte Plattform – über Code, Modelle, Agents und Workflows hinweg. Mit der Zeit können sich beide Ansätze ergänzen: Aardvark beschleunigt die gezielte Behebung, während Evo für konsistente, richtliniengesteuerte Governance und Echtzeitschutz über den gesamten Software-Lebenszyklus sorgt. Zusammen bilden sie einen umfassenderen Lebenszyklus, in dem KI Entwickler unterstützt, statt sie zu ersetzen, und Automatisierung nahtlos in die Prozesse integriert wird, denen Unternehmen bereits vertrauen.

Mit der Weiterentwicklung agentischer Funktionen hängt der Erfolg von der Integration ins Ökosystem, der Akzeptanz durch Entwickler und einer rigorosen Validierung ab. Die ausgereifte Plattform, der Echtzeitschutz und die richtliniengesteuerte Intelligenz von Snyk bieten die nötige Stabilität, um die nächste Innovationswelle zu unterstützen. So entsteht eine Zukunft, in der Sicherheit schneller vorankommt, intelligenter arbeitet und darauf abgestimmt bleibt, wie moderne Software entwickelt wird.

Möchten Sie mehr erfahren? Erfahren Sie, wie Evo by die Sicherheit für KI-native Anwendungen und Tools stärkt.

DIE ZUKUNFT DER KI-SICHERHEIT

Lernen Sie die neuesten Innovationen von Snyk im Bereich KI-Sicherheit kennen

KI-native Anwendungen verhalten sich unvorhersehbar, Ihre Sicherheit darf es jedoch nicht. Evo by Snyk steht für unser Engagement, Ihre gesamte KI-Reise abzusichern – von Ihrem ersten Prompt bis hin zu Ihren fortschrittlichsten Anwendungen.

Weiterlesen

Blog

Snyk UNFILTERED: Einblicke in unseren allerersten Kundengipfel

Beim ersten Kundengipfel von Snyk tauschten sich Sicherheitsverantwortliche offen über KI-Risiken, die Behebung von Schwachstellen und die Governance autonomer Agenten aus. Fünf Erkenntnisse zeigen, wie Teams ihre Sicherheit an das Tempo der KI anpassen.