Glück im Jahr von COVID-19
Dipti Salopek
15. Oktober 2020
0 Min. LesezeitDiese Woche wurde Snyk bei den Arbeitgeber-Awards von Comparably in zwei Kategorien ausgezeichnet: „Glücklichste Mitarbeitende“ und „Beste Vergütung“.


Die Auszeichnung für die Vergütung ist leicht nachzuvollziehen. Wir orientieren uns bewusst am Markt und zahlen wettbewerbsfähige Gehälter. Außerdem konnten dank des enormen Wachstums von Snyk in den vergangenen Jahren viele Mitarbeitende mit ihren Aktienoptionen ein beträchtliches Vermögen aufbauen.
Die Auszeichnung als „glücklichste Mitarbeitende“ beschäftigt mich besonders. Sie überrascht mich nicht unbedingt. Als Unternehmen, das regelmäßig Engagement-Werte von rund 90 % erzielt, wissen wir, dass unsere Mitarbeitenden engagiert und mit Leidenschaft bei der Sache sind und ihre Zeit bei Snyk schätzen. Aber glücklich? In diesem Jahr voller Unruhe, das für so viele Menschen und Gemeinschaften auf der ganzen Welt verheerend war – wie haben die Snyker:innen ihr Glück gefunden?
Also fragte ich unsere Mitarbeitenden: Was gibt Ihnen in diesem schrecklichen Jahr 2020 wirklich ein gutes Gefühl, was ist ein Lichtblick? Die Antworten waren einfach herzerwärmend: die Möglichkeit, wieder mehr Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen, stärkere und bedeutungsvollere Beziehungen aufzubauen und Neues über sich selbst zu entdecken. Das hat meinen Glauben daran erneuert, dass wir unser Glück innerhalb unserer eigenen Lebensumstände selbst gestalten können.
Hier ist meine Zusammenfassung der Erkenntnisse darüber, worauf es 2020 zum Glücklichsein ankommt.
Bestehende Beziehungen wieder intensiver pflegen.Die aktuelle Situation hat Themen rund um das psychische Wohlbefinden in den Vordergrund gerückt, die oft unter den Teppich gekehrt wurden. Sie hat es „normaler“ gemacht, uns gegenseitig verletzlich zu zeigen. Das kann die Vertrautheit und Stärke von Beziehungen deutlich fördern.
Die eigene Umgebung neu entdecken. Da wir nicht reisen konnten, haben viele von uns die kleinen Freuden vor Ort wiederentdeckt – gutes Essen, Cafés, Nachbar:innen und Parks. Wir haben uns wieder auf die Schönheit des Lebens direkt vor unserer Haustür besonnen, statt im Urlaub dem Alltag entfliehen zu wollen.
Das Geschenk von Zeit und Raum. Für viele bot COVID-19 die Gelegenheit, ihre Vorstellungen davon zu überdenken, wie sie ihre Zeit verbringen und wo sie leben möchten, weil sich die Lebensumstände verändert hatten. Ich habe einige Geschichten gehört, die in etwa so lauteten: „Mein:e Partner:in hat den Job verloren, was schwer ist. Gleichzeitig gibt uns das aber die Chance, unseren Lebensstil grundlegend zu verändern.“
Den Blick auf die Zukunft richten. Viele Snyker:innen blicken optimistisch zwei oder drei Jahre voraus. Das hilft ihnen zu erkennen, dass die aktuelle Situation vorübergehend ist und am Ende des Tunnels unweigerlich Licht wartet.
Vor allem aber habe ich in Gesprächen mit Snyker:innen immer wieder Dankbarkeit herausgehört. Das Bewusstsein, dass wir trotz eines schwierigen Jahres privilegiert und unglaublich glücklich sind, noch so viel zu haben. Und genau darin liegt meiner Meinung nach die Wurzel unseres Glücks.