Ein Einblick in die Vielfalt bei Snyk
Dipti Salopek
21. September 2020
0 Min. LesezeitAngesichts der jüngsten BLM-Proteste und der Tatsache, dass die Pandemie Minderheiten auf dem Arbeitsmarkt unverhältnismäßig stark trifft, beschäftigen wir uns in letzter Zeit intensiv mit DEI (Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion).
Doch obwohl wir uns bei Snyk klare Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung gesetzt haben, wurde uns bewusst, dass die herkömmlichen Messgrößen zu Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit zwar absolut entscheidend sind, die tatsächliche Vielfalt unserer globalen Snyk-Community und -Kultur jedoch nicht ausreichend abbilden. Schließlich wissen wir, dass wir in einigen Bereichen noch viel vor uns haben. Doch unser positiver DEI-Wert von 90 % in der jüngsten Mitarbeiterbefragung muss ja irgendwoher kommen.
Deshalb haben wir uns vorgenommen, die einzigartige Vielfalt unserer Snyk-Community anhand weiterer Dimensionen zu erfassen. Ohne die wichtige Arbeit an mehr Diversität kleinzureden, die als Gesellschaft noch vor uns liegt, möchten wir Ihnen einen umfassenderen Eindruck davon vermitteln, wie Snyk insgesamt aussieht.
Den Anfang machte eine freiwillige, anonyme Umfrage, an der sich 43 % unserer Snyker beteiligten. Die Teilnehmenden kamen aus allen Abteilungen und Regionen.
Zunächst fragten wir unsere Snyker, wie sie sich selbst anhand verschiedener Merkmale einordnen würden. Auf Grundlage dieser Daten bestimmten wir unseren Ausgangswert für unterrepräsentierte Minderheiten (URM). Hier sehen Sie die Ergebnisse für diejenigen, die sich in den jeweiligen Kategorien als URM einordneten:
Sexuelle Orientierung: 13 %
Geschlechtsidentität (einschließlich der Kategorie „weiblich“): 31 %
Ethnische Zugehörigkeit: 27 %
Behinderung: 2 %
Ebenso wichtig wie der Anteil der URM in einer einzelnen Dimension war für uns die Gesamtbetrachtung unserer Vielfalt, um die ganze Bandbreite unserer Community besser zu verstehen. Deshalb berechneten wir auch einen Gesamt-Ausgangswert für URM über alle Kategorien hinweg. Zu unserer großen Freude ordneten sich ganze 63 % der Befragten in mindestens einer Kategorie als URM ein!
Anschließend fragten wir nach den religiösen Überzeugungen. Hier sehen Sie die Verteilung in unserer Belegschaft, die stark von den Regionen geprägt ist, in denen wir derzeit tätig sind. Die meisten, die „Sonstiges“ angaben, tendierten zu agnostischen Überzeugungen. Diese Antwortmöglichkeit werden wir künftig in unsere Umfragen aufnehmen.

Ein wichtiger Faktor für Wohlbefinden und Produktivität – besonders in der heutigen Zeit – ist der Elternstatus. Hier waren die Befragten ziemlich gleichmäßig zwischen Eltern und Nicht-Eltern aufgeteilt. Wer „Sonstiges“ angab, hatte in der Regel geteiltes Sorgerecht oder teilte sich die Verantwortung für ein Kind. Diese Antwortmöglichkeit werden wir künftig ebenfalls anbieten. Dieses Verständnis hilft uns einzuschätzen, wie stark sich die aktuelle Krise im Bildungswesen auf unsere Belegschaft auswirkt. Nach reiflicher Überlegung konzentrierten wir uns bewusst auf Eltern. Wenn die Schulbildung künftig nicht mehr so stark im Mittelpunkt steht (!), werden wir den Blick jedoch auf Betreuungsaufgaben insgesamt ausweiten – etwa für ältere oder pflegebedürftige Menschen.

Wir wollten außerdem wissen, wie sich das Bildungsniveau in unserer Belegschaft verteilt. Wie erwartet haben die meisten unserer Snyker einen Hochschulabschluss. Gleichzeitig freute es uns zu sehen, dass einige über nicht-traditionelle Bildungswege zu uns gefunden haben – ein Hinweis auf Chancen für sozialen Aufstieg und eine größere Vielfalt an Perspektiven in unserer Community.

Wir fragten die Teilnehmenden auch nach ihrem sozioökonomischen Hintergrund. Die meisten ordneten sich erwartungsgemäß der „Mittelschicht“ zu. In künftigen Umfragen werden wir diese Kategorie genauer unterteilen. Besonders gefreut hat uns, dass wir den 15 % der Befragten, die aus finanziell unsicheren Verhältnissen zu uns kamen, bei Snyk einen Weg zum Erfolg eröffnen konnten. Diesen Weg zu mehr sozialer Mobilität möchten wir weiter ausbauen.

Außerdem – und gerade in der heutigen Remote-first-Welt besonders wichtig – fragten wir unsere Snyker nach ihren persönlichen Präferenzen für den Austausch. Die Ergebnisse zeigten eine erfreuliche Wertschätzung für die ganze Bandbreite an Persönlichkeits- und Kommunikationsstilen. Remote-first-Arbeit kann Introvertierten die Beteiligung am Dialog erleichtern oder erschweren – je nachdem, welche Arbeitsweisen ein Unternehmen etabliert. Deshalb schulen wir unsere Teams ganz bewusst in diesem Bereich.

Und schließlich – auch wenn wir dafür keine Umfrage brauchten – erfassen wir die herkömmlichen Kennzahlen zu Geschlecht und Alter. So sieht es bei Snyk aus. Unsere Verteilung über die Altersgruppen hinweg spiegelt gezielte Investitionen in Führungsstärke, Erfahrung und Fachkompetenz in unseren verschiedenen Bereichen wider. Das ist bei Start-ups besonders selten. Wir sind stolz darauf, unser Wachstum durchdacht und planvoll anzugehen. Beim Geschlecht haben wir, wie die meisten Unternehmen der Tech-Branche, noch einiges zu tun. Unsere demografische Zusammensetzung entspricht nicht unserem hohen Anspruch. Aber wir haben Leidenschaft, Entschlossenheit und einen konkreten Aktionsplan – und sehen bereits Fortschritte bei unseren Zielen!


Das ist längst nicht das Ende der Geschichte, sondern erst der Anfang. Dank dieser Einblicke können wir nun für die Zukunft planen und zugleich innehalten, um die beeindruckende Vielfalt der Facetten zu würdigen, aus denen unsere Snyk-Familie heute besteht.


