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So sichern Sie SaaS-Anwendungen
Erfahren Sie, wie Sie als Anbieter SaaS-Anwendungen schützen und welche Best Practices für SaaS-Sicherheit Sie als Nutzer in Ihrem gesamten Unternehmen umsetzen sollten.
SaaS-Anwendungen schützen: Risiken und Best Practices
Zahlreiche Unternehmen weltweit nutzen Software-as-a-Service-Tools (SaaS) für ihre täglichen Abläufe. SaaS-Anwendungen decken viele Anwendungsfälle ab: Büroautomatisierung, Cloud-Infrastruktur, IT-Support, Personalwesen, Projektmanagement und vieles mehr. Unternehmen verlassen sich aus verschiedenen Gründen auf diese von Drittanbietern verwalteten Services, um ihre wichtigsten Abläufe zu unterstützen, etwa wegen des Supports, der Skalierbarkeit, der Kompatibilität mit anderen Tools und der einfachen Bedienung.
Neben allen Vorteilen von SaaS gibt es auch Sicherheitsbedenken, und zwar sowohl für Anbieter als auch für Kunden. Als Kunde gehen Sie mit der Einbindung eines Drittanbieters in Ihr Unternehmen Risiken ein und müssen mit Unbekanntem rechnen. Auch Anbieter stehen unter Druck, sichere Software für ihre Nutzer bereitzustellen – andernfalls müssen sie mit Konsequenzen rechnen.
In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, was es bedeutet, eine SaaS-Anwendung zu schützen. Wir behandeln folgende Themen:
Was ist SaaS-Sicherheit?
SaaS-Sicherheit schützt sensible Assets, die in Cloud-Anwendungen von Drittanbietern verwendet werden. Sie muss den besonderen Herausforderungen begegnen, die entstehen, wenn eine allgemein zugängliche Cloud-Anwendung sensible Daten verarbeitet und speichert. Anbieter und Kunden tragen gemeinsam die Verantwortung dafür, diese Anwendungen mithilfe bewährter SaaS-Sicherheitspraktiken zu schützen.
Warum ist es wichtig, SaaS-Anwendungen zu schützen?
SaaS-Anwendungen verarbeiten und speichern sensible Ressourcen wie Kundendaten, Mitarbeiterinformationen, proprietären Quellcode und Unternehmensgeheimnisse. Deshalb ist SaaS-Sicherheit für Unternehmen unverzichtbar.
Der Schutz von SaaS-Anwendungen hilft Nutzern und Anbietern außerdem dabei, allgemeine Best Practices für Cybersicherheit einzuhalten. Eine unsichere SaaS-Anwendung kann die Sicherheitslage eines Unternehmens beeinträchtigen, selbst wenn dessen eigene Ressourcen sicher sind.
Darüber hinaus sind SaaS-Anwendungen komplex und bestehen aus vielen verschiedenen Komponenten. Ein einzelnes Programm kann von Dutzenden Mitarbeitern für unterschiedliche Aufgaben genutzt werden. Bei einer hohen Zahl von Endnutzern gibt es auch viele potenzielle Risiken. SaaS-Sicherheit sorgt dafür, dass Anwendungen eine große Zahl von Nutzern sicher unterstützen können.
Aus Sicht eines Anbieters stärkt die Priorisierung von Sicherheit das Vertrauen der Kunden und trägt dazu bei, mehr Unternehmenskunden zu gewinnen. Mit etablierten SaaS-Sicherheitskontrollen und der Einhaltung von Compliance-Anforderungen zeigen Sie, dass Ihr Produkt die Ressourcen eines großen Unternehmens langfristig schützt.
Herausforderungen der SaaS-Sicherheit für Anbieter
SaaS-Anbieter müssen beim Entwickeln und Warten ihrer Anwendungen Funktionalität und Sicherheit in Einklang bringen. Zunächst müssen sie auf Kundenbedürfnisse und -anfragen eingehen und Funktionen entwickeln, die für ihre Nutzer gut geeignet sind. Außerdem müssen sie die Integration mit anderen Tools ermöglichen. Dafür ist die Zusammenarbeit mit Drittanbietern und der Umgang mit den damit verbundenen potenziellen Risiken erforderlich.
Ein Teil dieses Prozesses besteht darin, sicherzustellen, dass die implementierten Sicherheitsmaßnahmen tatsächlich greifen. So muss beispielsweise gewährleistet sein, dass private Daten auch privat bleiben und Nutzer, die bei einem Konto angemeldet sind, nicht auf Daten eines anderen Kontos zugreifen können – auch nicht mit kreativen Methoden. Das lässt sich durch eine Kombination aus herkömmlichen Tests, Application Security Testing und externen Tests durch Penetrationstester oder Ethical Hacker erreichen.
Aus Sicherheitssicht müssen Anbieter Standards wie SOC 2 sowie alle Datenschutzvorschriften einhalten, die für die Branchen ihrer Nutzer gelten (HIPAA, PCI, CCPA usw.). Dabei müssen sie Risiken managen, ohne Effizienz und Benutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen oder Ausfallzeiten zu verursachen.
Herausforderungen der SaaS-Sicherheit für Nutzer
Der Anbieter ist zwar dafür verantwortlich, ein sicheres Produkt zu entwickeln, doch SaaS-Kunden müssen verwalten, wer darauf zugreifen kann, das Prinzip der geringsten Berechtigungen durchsetzen und Nutzer dazu anhalten, Best Practices für die Anmeldung zu befolgen. Für ein Enterprise-Sicherheitsteam ist es jedoch oft schwierig, diese Aufgaben zu erfüllen. Häufig mangelt es an Kommunikation zwischen den Sicherheitsteams, die SaaS-Sicherheitskontrollen implementieren, und den zuständigen Personen im Unternehmen, die Tools auswählen und deren alltägliche Nutzung verwalten. Für ein kleines Sicherheitsteam kann das zu viel sein – insbesondere in großen Unternehmen, die mehrere SaaS-Produkte einsetzen.
Zunächst sollten Sicherheitsteams SaaS-Nutzer darin schulen, Best Practices für ihre Authentifizierungsmethoden einzuhalten. Dazu gehören sichere, einzigartige Passwörter für jedes Konto, die Nutzung von Single Sign-on (SSO) zur Verwaltung dieser sicheren Passwörter, die Aktivierung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und das Vermeiden von Phishing-Angriffen, die Konten gefährden könnten. Diese Praktiken für Identity and Access Management (IAM) können sich nur schwer gleichzeitig in mehreren Abteilungen umsetzen lassen.
Darüber hinaus müssen Sicherheitsteams unternehmensweit eine rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) einführen. Sie sind auch dafür verantwortlich, die Benutzerbereitstellung aktuell zu halten und die täglichen Aktivitäten in der SaaS-Anwendung zu überprüfen – eine anspruchsvolle Aufgabe in großen Unternehmen mit vielen beweglichen Teilen.
Einen Sicherheitsanbieter von Drittanbietern zum Schutz von SaaS-Anwendungen einsetzen
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sollten Enterprise-Sicherheitsteams eine Partnerschaft mit einem Anbieter in Betracht ziehen, der die Sicherheit ihrer SaaS-Anwendungen umfassend verbessert. SaaS-Anbieter sollten zwar grundlegende Sicherheitsfunktionen bereitstellen, doch Unternehmen können ihre Sicherheitslage insgesamt stärken, indem sie eine Sicherheitslösung einsetzen, mit der sie Verschlüsselungsschlüssel verwalten, die Einhaltung von Unternehmensrichtlinien sicherstellen, Schwachstellen analysieren, die Verschlüsselung verbessern und die Datennutzung aller SaaS-Angebote zentral nachverfolgen können.
Best Practices für die Sicherheit von SaaS-Anbietern
Für die Entwicklung und Wartung sicherer Produkte sollten SaaS-Anbieter die folgenden Best Practices berücksichtigen:
Codesicherheit – sicherstellen, dass sowohl eigener Code als auch Open-Source-Software von Drittanbietern sicher ist.
Verschlüsselung und Schlüsselverwaltung – Kundendaten im Backend schützen.
IAM-Kontrollen – Kunden dabei unterstützen, Best Practices für ihre Nutzer einzurichten.
Sicherheitsüberwachungsfunktionen – Sicherheitsteams dabei unterstützen, ungewöhnliche Aktivitäten zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen.
Incident Response – Kunden im Problemfall benachrichtigen und sie dabei unterstützen, bei einem Sicherheitsvorfall erste Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Endpunktschutz – das Risiko verringern, dass ein Angreifer sich bei einem Benutzerkonto anmelden kann.
Software-Supply-Chain-Sicherheit – die in der SaaS-Anwendungsentwicklung verwendeten Komponenten von Drittanbietern regulieren und Kunden sowie anderen externen Stakeholdern eine regelmäßig aktualisierte SBOM bereitstellen.
Anbieter müssen sich auch der Sicherheitsunterschiede zwischen verschiedenen Anwendungsmodellen bewusst sein. Manche SaaS-Anwendungen werden vollständig vor Ort oder hybrid betrieben, während andere vom SaaS-Anbieter gehostet und vom Kunden oder vom SaaS-Anbieter selbst verwaltet werden. Für jedes Modell gilt eine andere Aufteilung der gemeinsamen Verantwortung zwischen Kunde und Anbieter. Anbieter mit mehreren Modellen sollten prüfen, welche Sicherheitsmaßnahmen für das jeweilige Angebot am relevantesten sind.
So führen Sie eine Gap-Analyse für die Anwendungssicherheit durch
In diesem Leitfaden führen wir Sie durch die Schritte einer Gap-Analyse für die Anwendungssicherheit, mit der Sie die Transparenz über Ihre Assets, die AppSec-Abdeckung und die Priorisierung bewerten.
Wichtige Aspekte für SaaS-Käufer
Wenn potenzielle SaaS-Kunden verschiedene Softwareoptionen vergleichen, sollten sie folgende Aspekte berücksichtigen:
Integration in bestehende Umgebungen und Tools
Sicherheitskontrollen der Anbieter, etwa IAM-Funktionen und Audit-Funktionen
Nachweis, dass der Anbieter die Compliance-Standards der jeweiligen Branche erfüllt
verschiedene Bereitstellungsmodelle, etwa On-Premises, vollständig verwaltet usw.
einfache Bereitstellung zu angemessenen Kosten und mit geringem Aufwand
Wie Snyk zur SaaS-Sicherheit beiträgt
Snyk bietet Lösungen, mit denen Anbieter und Kunden ihre SaaS-Anwendungen schützen können.
Wir helfen Unternehmen dabei, ihre Anwendungssicherheit zu stärken und Security nach links zu verlagern – mit Funktionen wie der Risikopriorisierung durch Insights und entwicklerfreundlicher Codesicherheit.
Erfahren Sie mehr über die kommenden ASPM-Lösungen von Snyk und darüber, wie wir SaaS-Anbietern und Kunden, die Anwendungen entwickeln, dabei helfen, ihre gesamte Software-Supply-Chain zu schützen.
Häufig gestellte Fragen zur SaaS-Sicherheit
Wie gewährleisten Sie die Sicherheit von SaaS?
Als SaaS-Nutzer können Sie Ihre Anwendungen sichern, indem Sie unternehmensweit eine rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) aktivieren, Nutzer über Risiken und Best Practices informieren und die Aktivitäten in den Anwendungen überprüfen.
Welche Sicherheitsprobleme betreffen SaaS-Anwendungen?
SaaS-Anwendungen sind aufgrund der großen Zahl ihrer Endnutzer und ihrer Komplexität anfällig für Cyberrisiken. Außerdem kann es für Unternehmen schwierig sein, alle ihre SaaS-Anwendungen zu identifizieren und abzusichern – bedingt durch eine unübersichtliche Technologielandschaft und isolierte Abteilungen.
Wer ist für die Sicherheit von SaaS verantwortlich?
SaaS-Anbieter und ihre Kunden sollten gemeinsam Verantwortung für die Sicherheit ihrer Anwendungen übernehmen. Anbieter müssen bereits während der Entwicklung für Code- und Supply-Chain-Sicherheit sorgen. Außerdem müssen sie ihren Kunden Sicherheitskontrollen wie Identitäts- und Zugriffsmanagement, Incident Response, Monitoring, Endpoint-Schutz sowie Verschlüsselungs- und Schlüsselmanagement zur Verfügung stellen. Die Kunden wiederum müssen diese Sicherheitskontrollen nutzen und ihre Nutzerinnen und Nutzer über Best Practices für die SaaS-Sicherheit informieren.
Was sollte eine SaaS-Sicherheitsrichtlinie enthalten?
Wenn Sie eine Richtlinie für die Nutzung von SaaS in Ihrer Organisation festlegen, sollten Sie die folgenden Best Practices berücksichtigen:
Stärkung des IAM durch Maßnahmen wie MFA, sichere Passwortgenerierung und SSO
Erfassung und Prüfung aller Aktivitäten in SaaS-Anwendungen
Aktualisierung der Benutzerbereitstellung, sobald sich eine Rolle ändert
Auswahl von Anbietern, die diese Sicherheitskontrollen ermöglichen
Was ist SaaS-Sicherheitstesting?
SaaS-Sicherheitstesting bedeutet, dass ein SaaS-Anbieter während des gesamten Softwareentwicklungszyklus Tests durchführt und Schwachstellen so früh wie möglich behebt. Zu diesen Sicherheitstechniken gehören etwa Code-Sicherheitstests wie statische Anwendungssicherheitstests (SAST) sowie Best Practices für die Supply-Chain-Sicherheit, etwa die Durchführung einer Software Composition Analysis (SCA) und die Erstellung einer Software-Stückliste (SBOM).